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Marburg Kleiner Verzicht für große Hilfe
Marburg Kleiner Verzicht für große Hilfe
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22:00 08.03.2020
Maike Fries (von links), Geschäftsführer und Standortleiter Michael Schröder, Celina Roth und Mark Pfister (1. Vorsitzender des Vereins Elterninitiative Kinderdialyse Marburg) . Quelle: Foto: Volker Kubisch
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Marburg

Groß war die Freude beim Vorsitzenden der Elterninitiative Kinderdialyse Marburg Mark Pfister, der 10 000 Euro von der Firma CSL Behring in Empfang nahm. Bereits zum zehnten Mal engagieren sich die Mitarbeiter, die ein ganzes Jahr über auf die Cent-Beträge ihres Gehaltes verzichten. Von mehr als 1 000 beteiligten Mitarbeitern waren stellvertretend Selina Roth und Meike Fries anwesend.

Einfach für Mitarbeiter Gutes zu tun

Meike Fries betonte, es werde einem Mitarbeiter einfach gemacht, etwas Gutes zu tun. Denn von der Belegschaft würden Projekte vorgestellt – die Mitarbeiter stimmen ab, an wen die Spende geht. Dann teile man der Buchhaltung mit, dass man sich beteilige und ab dem Zeitpunkt werden dann die errechneten Cent-Beträge des Gehalts einbehalten.

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Celina Roth sagte, dass es den einzelnen Mitarbeiter nichts koste, dem Verein aber viel bringe.

Vorsitzender Mark Pfister stellte die Arbeit des Vereins vor. Hauptaufgabe sei es, betroffene Familien von Kindern die dialysepflichtig sind, zu unterstützen. So werden zum Beispiel Ferienfreizeiten organisiert, Fahrtkosten erstattet, weil teilweise die Familien aus einem Umkreis größer als 200 Kilometer anreisen, um die Kinder am UKGM behandeln zu lassen. Man unterstütze mit den gespendeten Geldern auch die medizinische Einrichtung, denn die Krankenkassen, erklärte Pfister, seien lediglich dazu bereit, Standardausrüstung zu finanzieren. Einen Ultraschallkopf, speziell für Kinder, habe der Verein dem UKGM gekauft.

Wohnung ist Eigentum des Vereins

Auch die bereitgestellte Wohnung am Klinikum Marburg sei Eigentum des Vereins. Sie sei voll ausgestattet – dort können Familien wohnen, deren finanzieller Rahmen ein stetiges Pendeln nicht zulässt. Man habe auch stundenweise Therapeuten und Lehrkräfte eingestellt, die sich um die betroffenen Dialysepatienten, aber auch um deren Geschwisterkinder kümmern, sagte Pfister. Alles sei sehr teuer – daher sei er sehr froh, dass die Wahl der CSL-Mitarbeiter auf die Elterninitiative Kinderdialyse Marburg gefallen sei.

Auch Geschäftsführer und Standortleiter Michael Schröder war erstaunt über die Arbeit des Vereins und bestätigte, dass das Geld dort sehr gut aufgehoben sei. Es habe Spaß gemacht, diese Aktion nebst des gesammelten Betrags der Mitarbeiter in Höhe von 4 500 Euro auf 10 000 Euro aufzustocken.

Von Volker Kubisch

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