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Marburg Bürgerinitiative „Rettet den Hohnes“ steht
Marburg Bürgerinitiative „Rettet den Hohnes“ steht
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15:00 20.03.2022
Der Wiederstand gegen die Pläne, den Hohnes bei Moischt im Regionalplan Mittelhessen zur potenziellen Industriefläche zu erklären, formiert sich. Eine Bürgerinitiative ist gegründet.
Der Wiederstand gegen die Pläne, den Hohnes bei Moischt im Regionalplan Mittelhessen zur potenziellen Industriefläche zu erklären, formiert sich. Eine Bürgerinitiative ist gegründet. Quelle: Gianfranco Fain
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Mosicht

Es geht um den „Hohnes“. So wird das Gebiet zwischen Beltershausen und Moischt im Volksmund genannt. Dieses ist im Entwurf des Regionalplans Mittelhessen mit einer Fläche von 33 Hektar für ein potenzielles Industrie- und Gewerbegebiet vorgesehen, das bis auf 50 Meter an den Ort Moischt heranreichen soll.

Um künftig Einblick im weiteren Planverfahren zu haben, Kontakt zu den politischen Gremien aufnehmen und Öffentlichkeitsarbeit leisten zu können, kamen rund 40 Interessierte am Mittwochabend in die Mehrzweckhalle des Marburger Stadtteils. 35 von ihnen gründeten die Bürgerinitiative „Rettet den Hohnes“, um die landwirtschaftlichen Flächen im Osten von Marburg zu erhalten.

Rasche Einigung

Unter Leitung des Initiators Matthias Koch-Schirmeister fanden die Vorstandswahlen statt. Die Gründungsmitglieder einigten sich relativ rasch und größtenteils einstimmig auf das Besetzen des Vorstandes. Matthias Koch-Schirmeister wurde zum Vorsitzenden der BI bestimmt, sein Stellvertreter ist Dr. Armin Bender. Als Protokollantin ist Claudia Onkel erkoren, die Kasse führt André Esser. Kassenprüferinnen sind Imke Müller-Sajak und Anna-Elisabeth Kröning.

Anschließend stellte Koch-Schirmeister den Satzungsentwurf zur Diskussion. Trotz langer Debatte, unter anderem über den Namen und das Betätigungsfeld der BI, nahmen die Mitglieder den Entwurf mit 34 Jastimmen an.

1.300 Fahrzeuge je Stunde

Die Mitglieder der BI wollen mit der Formulierung der Satzung gewährt wissen, dass bei einem möglichen Verschieben der Gewerbefläche, beispielsweise in südlicher Richtung nach Heskem in der Gemeinde Ebsdorfergrund, ihre Handlungsfreiheit gewährt bleibt. „Da die umliegenden Ortschaften ebenfalls von den Auswirkungen des Projektes, wie durch das zu erwartende Verkehrsaufkommen von rund 1.300 Fahrzeugen in der Stunde, betroffen sind, will sich die BI auch bei einer möglichen Verschiebung der Flächen in anliegende Gemarkungen auf keinen Fall ihrer Verantwortung entziehen oder auf andere Orte abwälzen“, betonte auch Koch-Schirmeister.

Die Mitglieder einigten sich auch darauf, die nötige Anzahl zur Beschlussfähigkeit auf mindestens sieben Mitglieder zu ändern. Der jährliche Mitgliedsbeitrag ist auf 30 Euro festgesetzt. Mit dem Auftrag der Mitglieder, den Verein ins Vereinsregister eintragen zu lassen, beendete der Vorsitzende die Sitzung.

Auf der Internetseite der BI www.rettet-den-hohnes.de ist die Stellungnahme der BI zum vorgesehenen Gewerbe- und Industriegebiet einzusehen. Private Eingaben beziehungsweise Einwände können noch bis zum 25. März an das Regierungspräsidium in Gießen gesandt werden.

Von Elvira Rübeling

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