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Marburg Von Vampiren, Werwölfen und einer Heldin mit Liebeskummer
Marburg Von Vampiren, Werwölfen und einer Heldin mit Liebeskummer
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12:59 11.12.2021
Die in Cölbe aufgewachsene Autorin Alina Schüttler
Die in Cölbe aufgewachsene Autorin Alina Schüttler Quelle: Uwe Badouin
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Marburg

Alina Schüttler ist 23 Jahre jung und hat gerade ihren dritten Fantasy-Roman veröffentlicht. In „Das Rabenmädchen von Norestir“ geht es um Vampire, Werwölfe, jede Menge anderer Monster und eine Heldin mit Liebeskummer.

Im Zentrum des Romans steht Moira, eine junge Frau Anfang 20. Ihre Eltern starben kurz nach ihrer Geburt in einem Krieg gegen die Vampire. Moira wächst in einem Dorf bei ihrem Ziehvater auf. Als der von Vampiren entführt wird, verlässt Moira ihr Dorf, um ihn zu retten. Begleitet wird sie auf ihrer Reise in den Norden des mittelalterlich anmutenden Landes Norestir von einem sprechenden Raben. Zielgruppe sind Jugendliche und junge Erwachsene.

Das Rabenmädchen: Nicht ihr erster Roman

„Das Rabenmädchen von Norestir“ ist bereits der dritte Fantasy-Roman der in Cölbe aufgewachsenen Autorin, die die Gesamtschule Wetter besuchte, am Philippinum ihr Abitur machte und an der Philipps-Universität im 7. Semester Psychologie studiert. 2018 erschien ihr Erstling „Das Schicksal der Banshee“. Banshees sind in der keltischen Mythologie Todesfeen. Vier Jahre lang hatte die damals 20-Jährige an ihrem Romandebüt gearbeitet, bis sie sich traute, das Buch einem Verlag vorzulegen. Sie fand einen kleinen Verlag, der das Buch in sein Programm aufnahm.

Ein Jahr später erschien „Ich werde dich finden, wo auch immer du bist“. Der Titel klingt eher nach einem Horror- oder Stalker-Roman, ist aber ebenfalls ein Roman aus dem Fantasy-Genre. Es geht um eine Amazone, die ihre kleine Schwester aus den Händen von Piraten retten will.

Das Cover des Fantasy-Romans Rabenmädchen Quelle: Alina Schüttler

Was fasziniert Alina Schüttler an Fantasy? „Ich habe als Kind schon gerne und viele Fantasy-Romane gelesen. Die üblichen Reihen: Harry Potter, Percy Jackson, Eragon, Twilight und Herr der Ringe“, sagt sie und ergänzt: „Ich mag es, wenn ich mir eine ganze Welt ausdenken kann, in der nicht alles so ist wie in unserer Welt.“ Das Fantasy-Genre erlaube ihr mehr Freiheiten. Schon als Grundschulkind habe sie viel geschrieben, ihrer Fantasie freien Lauf gelassen: „Erst mit dem Bleistift auf Collegeblocks, später am Laptop – meist einfach die Geschichten, die mir gerade eingefallen sind.“ Da war der Schritt zu größeren Geschichten nicht mehr so groß. Und doch musste sie viel lernen. Anfangs habe sie „einfach drauflos geschrieben“. Der Kontakt zu anderen Autorinnen und Autoren habe ihr geholfen, „einen Blick für Handlung und Spannungsbogen zu entwickeln“, sagte sie 2018 bei der Vorstellung ihres Debütromans der OP.

Noch immer ist das Schreiben für sie „ein Hobby, das mir Spaß macht“. Der Fokus liege eindeutig auf dem Studium. Für weitere Hobbys bleibt ihr neben dem Schreiben, dem Studium und einem Job allerdings nur wenig Zeit. „Das Rabenmädchen von Norestir“ bringt sie jetzt auf eigene Faust bei Books on Demand heraus, denn der kleine Gegenstromschwimmer-Verlag, mit dem sie bislang zusammengearbeitet hat und bei dem der Roman zuerst erschien, wurde im Sommer aus gesundheitlichen Gründen eingestellt. Das Cover hat sie übernommen und das Layout des Buches mit Illustrationen aufgepeppt.

Alina Schüttler: „Das Rabenmädchen von Norestir“, Books on Demand, 340 Seiten, 12,99 Euro.

Von Uwe Badouin

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