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Marburg Blockbuster und Überraschungen im Schlosspark
Marburg Blockbuster und Überraschungen im Schlosspark
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11:58 13.07.2020
Vorbildlich: Marion Closmann und Hubert Hetsch mit Abstand und Mund-Nasen-Schutz. Quelle: Carsten Beckmann
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Marburg

Marburgs größte Kinoleinwand steht: Auf der Schlossparkbühne beginnt in dieser Woche das 28. Sommer-Open-Air-Kino. Und weil das Kino an die frische Luft geht, startet der Filmsommer auch mit der erfolgreichen Verfilmung von Hape Kerkelings Autobiografie „Der Junge muss an die frische Luft“. „Wir wollen Kino für Kopf und Bauch bieten, wir wollen alle kriegen“, freut sich Hubert Hetsch auf das von ihm zusammengestellte Programm, das bis Mitte September aktuelle Filme und Klassiker bietet. „Dieses Mal können wir auch Neustarts anbieten“, sagt Kinobetreiberin Marion Closmann. So wird unter anderem als OP-Vorpremiere am 29. Juli „Master Cheng in Pojanjoki“ zu sehen sein – eine lakonisch-warmherzige Liebeskomödie, bei der Mika Kaurismäki Regie führte. Bis zum 8. August steht das Programm, Kinofans können sich unter anderem auf „Narziss und Goldmund“ und „Undine“ freuen“, aber auch auf den Oscar-Erfolg „Parasite“ oder „Once Upon A Time In Hollywood“. Wer auf André Rieus Walzer-Schwelgereien steht, sollte sich schon einmal den 8. August im Kalender anstreichen: Zu sehen und zu hören sind an diesem Abend unter dem Titel „Magisches Maastricht“ die schönsten Live-Aufnahmen Rieus der zurückliegenden 15 Jahre.

Aufgrund der Corona-Regeln steht auf der normalerweise mehr als 1 200 Besucher fassenden Schlossparkbühne in diesem Sommer nur ein begrenztes Sitzplatzkontingent zur Verfügung. „Die Obergrenze von 250 Besuchern pro Veranstaltung greift“, sagt Marion Closmann, die dringend dazu rät, Tickets im voraus online zu kaufen: Dadurch sichert sich jeder seine Plätze und erspart allen längere Wartezeiten an der Abendkasse. Wer mit seiner Familie oder Freunden Filme sehen will, sollte möglichst alle Tickets in einem Bestellvorgang buchen, raten die Kinomacher: „Sonst müssen die coronabedingten Abstände von 1,5 Metern zwischen den einzelnen Buchungen eingehalten werden.“ Auf Getränke, Eis und Popcorn muss auch im Open-Air-Kino niemand verzichten – der Kiosk ist geöffnet. Der Verzehr mitgebrachter Speisen und Getränke ist auf dem Gelände nicht gestattet. Aus hygienischen Gründen wird es in diesem Jahr keinen Sitzkissenverleih geben – wer es trotzdem bequem haben möchte auf den Zuschauerbänken, sollte sich vor dem Aufstieg zum Schlosspark selbst mit einem Sitzpolster ausrüsten. Bei Onlinebuchungen wie bei Ticketkäufen an der Abendkasse müssen die Besucherinnen und Besucher ihre Kontaktdaten hinterlassen – so, wie es derzeit etwa auch in der Gastronomie praktiziert wird. „Die Daten werden nach einer vierwöchigen vorgeschriebenen Aufbewahrungsfrist geschreddert“, so Marion Closmann, die zu den Vorkehrungen eine eindeutige Meinung hat: „Unsere Gäste sollen sich wohlfühlen und wohlfühlen kann sich nur der, der sich auch sicher fühlt.“

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Dazu gehört auch, dass auf dem Kinogelände Maskenpflicht herrscht – am Sitzplatz selbst kann der Mund-Nasen-Schutz jedoch abgelegt werden. Eine freie Sitzplatzwahl gibt es in diesem Jahr – ebenfalls wegen Corona – nicht, verkauft werden nummerierte Plätze.

Von von Carsten Beckmann

13.07.2020
12.07.2020