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Marburg Strenge Geheimhaltung um vierte Stelle
Marburg Strenge Geheimhaltung um vierte Stelle
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10:00 11.05.2022
Das Rennen um den vierten Magistratsposten in Marburg ist völlig offen. Am 20. Mai ist Bewerbungsschluss.
Das Rennen um den vierten Magistratsposten in Marburg ist völlig offen. Am 20. Mai ist Bewerbungsschluss. Quelle: Thorsten Richter
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Marburg

Wer besetzt die vierte hauptamtliche Magistratsstelle in Marburg? Gegen die politisch heiß umstrittene Stelle, die von der Klimakoalition neu eingerichtet wurde, wurde von einer Bürgerinitiative unter Mithilfe der CDU ein Bürgerbegehren eingerichtet, das knapp gescheitert war. Die Ausschreibung für die neue Stelle ist nun auf dem Weg. Bewerbungsschluss ist Freitag, der 20. Mai.

Am Dienstag darauf will der Wahlausschuss die eingegangenen Bewerbungen prüfen. Bis dahin dürfen keine Informationen an die Öffentlichkeit dringen, und in diesem Fall scheint das, anders als bei vielen Ausschreibungen zuvor, auch zu funktionieren. Vertreter aller drei Koalitionsfraktionen beteuerten, nicht zu wissen, wer sich beworben habe. Zuletzt hatte die heutige Bürgermeisterin Nadine Bernshausen (Grüne) das Bewerbungsverfahren durchlaufen, ihre Wahl war aber im Vorfeld zwischen den künftigen Koalitionären unstrittig.

Vierte Stelle soll Klimawende in Marburg voranbringen

Abgesprochen war, dass die vierte hauptamtliche Stelle dafür eingerichtet wird, die Klimawende in Marburg voranzubringen. Das neu eingerichtete Dezernat fasst die Politikbereiche Klimastrukturwandel, Bauen, Stadtplanung und Mobilität zusammen.

Die Fachdienste Bauverwaltung und Vermessung, Stadtplanung und Denkmalschutz, Gebäudewirtschaft und Grundstücksverkehr, Bauaufsicht, Hochbau, Tiefbau, Stadtgrün und Friedhöfe werden hier einsortiert. Damit steht dem neuen hauptamtlichen Magistratsmitglied eine umfangreiche Klaviatur von Instrumenten zur Verfügung, um klimaschonende Maßnahmen durchzusetzen.

Zum ersten Mal seit vielen Jahren kann es sein, dass die künftige Stelleninhaberin oder der neue Stelleninhaber nicht aus Marburg kommen. Die Stelle wurde jedenfalls bundesweit ausgeschrieben. Zuvor hatte die Klimaliste, kleinster der drei Koalitionspartner, erklärt, dass sie das „offene Verfahren“ wolle, um die beste Besetzung für diese Stelle zu finden.

Laut Koalitionsvereinbarung soll die Klimaliste den ersten Zugriff auf die Stelle haben. Für die Wahl braucht es aber die Mehrheit im Parlament.

Geplant ist dennoch, dass der hauptamtliche Magistrat noch vor den Sommerferien komplettiert wird, also spätestens in der Sitzung vom 22. Juli.

Einen ausführlichen Bericht zu diesem Thema lesen Sie (kostenpflichtig) hier: Bundesweit kein Favorit für vierte Stelle in Sicht

Von Till Conrad

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