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Marburg Betrüger sind gleich mehrmals im Landkreis erfolgreich
Marburg Betrüger sind gleich mehrmals im Landkreis erfolgreich
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13:41 09.06.2022
Gleich mehrfach sind in den vergangenen Tagen Betrüger im Landkreis erfolgreich gewesen oder haben versucht, Menschen um Geld zu betrügen.
Gleich mehrfach sind in den vergangenen Tagen Betrüger im Landkreis erfolgreich gewesen oder haben versucht, Menschen um Geld zu betrügen. Quelle: Zacharie Scheurer/dpa
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Marburg

Enkeltrick, Schockanruf, angebliche Polizisten und Staatsanwälte, Richter oder Mitarbeiter anderer Institutionen: Die Betrugsvarianten sind vielfältig und die Täter einfallsreich. Die aktuellen Fälle, die die Polizei am Donnerstag (9. Juni) veröffentlicht hat, sprechen da für sich.

Fall 1

Eine Marburgerin etwa fiel demnach auf die Verkaufsanzeige eines Internetauktionshauses herein: Sie erhielt statt des gekauften Schmuckstücks ein Paket mit einer leeren Geschenkschachtel. In der Regel sind nach Angaben der Polizei die Verfasser der Anzeige nach dem Geschäftsabschluss nicht mehr erreichbar. Zudem seien Namen und Anschriften erfunden und Konten würden nach Geldeingang aufgelöst. 

Fall 2

Ein Mann aus dem Ostkreis entdeckte in den sozialen Medien die Kontaktaufnahme einer ihm unbekannten Person. Diese hatte es irgendwie geschafft, seine Kontakte zu spiegeln. Die Person drohte mit der Einstellung beziehungsweise Versendung kompromittierender Inhalte an diese Kontakte und verlangte Geld. Das Opfer reagierte genau richtig: Es wandte sich an die Polizei und informierte seine Kontakte.

Fall 3

Ebenfalls mit der Veröffentlichung derartiger Daten bedrohten und erpressten Täter auch einen Mann aus der Gemeinde Weimar. Dem war ein Chatkontakt über einen Messengerdienst vorausgegangen über welchen dann auch der Erpressungsversuch lief. Der Mann sollte mehrere Hundert Euro per Echtzeitüberweisung bezahlen. Auch hier blieben der oder die Täter laut Polizei erfolglos.

Fall 4

Auch die "WhatsApp"-Variante, über welche die Polizei schon mehrfach berichtete, war bei den Betrugsmaschen dieser Tage dabei - erfolgreich. Ein Marburger Vater veranlasste die Echtzeitüberweisung einer vierstelligen Summe auf ein ihm fremdes Konto, nachdem die Betrüger ihm als angebliche Tochter in einer SMS eine Notlage vorgetäuscht und um die Überweisung des Geldes gebeten hatten.

Fall 5

Eine SMS erhielt eine Mutter aus dem Ostkreis. Angeblich hätte die Tochter nach dem Verlust des alten Handys nunmehr ein Neues und damit auch eine neue Nummer. Nach der zunächst allgemeinen Kommunikation kam die Betrügerin dann "zur Sache" und bat um die Überweisung von Geld für eine Operation. Die Mutter fiel nicht auf die Masche herein, bezahlte nicht und erstattete stattdessen bei der Polizei Anzeige.

Warnung der Polizei

"Nur wer die Maschen kennt, kann sich davor schützen, Opfer dieser Betrüger zu werden. Wichtig ist, dass man mit seinen Angehörigen, Freunden und Bekannten über diese Betrugsmaschen spricht und bestimmte Verhaltensweisen vereinbart. Am besten schützt man sich, wenn man niemals aufgrund eines Anrufs oder einer Whatsapp oder E-Mail Geld oder Vermögen herausgibt oder sofort und ohne persönliche Rückfragen auf fremde Konten überweist", betont Polizeisprecher Martin Ahlich.