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Marburg BUND fordert Ausbau der Windenergie in Marburg
Marburg BUND fordert Ausbau der Windenergie in Marburg
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15:58 23.04.2021
Windkraft-Anlagen stehen bei Wermertshausen.
Windkraft-Anlagen stehen bei Wermertshausen. Quelle: Foto: Thorsten Richter
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Marburg

Einige Schwerpunkte: Der BUND fordert eine konsequente Fortsetzung der Renaturierung der Lahn im Stadtgebiet.

Im Schwerpunkt geht es dabei um den Rückbau der noch vorhandenen Parkplätze in der Lahnaue und um die anstehende Sanierung des Grüner Wehrs. Der BUND macht sich für das Konzept „Graue Rampe“ stark als derjenigen Variante mit der größten Naturnähe.

Die Errichtung von Kleinwasserkraftanlagen soll nach Auffassung des BUND unterbleiben. Dies gilt insbesondere auch für das Projekt Lohmühle. Der BUND bewertet dieses Projekt als ökonomisch wie ökologisch.

Der BUND fordert die zukünftige Stadtregierung auf, den Ausbau der Windenergie auf den Marburger Vorrangflächen aktiv zu fördern und voranzutreiben. Die „konsequente Ausnutzung des Windkraftpotenzials im Stadtbezirk Marburg“ sei Voraussetzung zur Realisierung der Klimaneutralität bis zum Jahr 2030.

Der BUND fordert zudem eine massive Reduktion des Flächenverbrauchs, insbesondere im Außenbereich.

Anzustreben sei eine Netto-Null-Neuversiegelung. Die Innenentwicklung sollte nach BUND-Ansicht weiterhin einen klaren Vorrang genießen, etwa durch Aufstockung, Bebauung bereits versiegelter Flächen, Wiederbelebung von Dorfkernen, Aktivierung von Baulücken in den Außenstadtteilen, Denkmalschutz konforme Umnutzung nicht mehr genutzter landwirtschaftlicher Nebengebäude. „Bei Wohnungs- wie auch Gewerbebau sei möglichst platzsparend zu planen“, heißt es in dem Forderungspapier.

Mit oder ohne den weiteren Ausbau des Pharmastandortes Görzhäuser Hof müsse umgehend ein Planungsprozess in Gang gesetzt werden, mit dem für ein zukunftsfähiges Mobilitätsangebot die Weichen gestellt werden.

„Die Lösung kann nicht eine Ausweitung im Angebot für den motorisierten Individualverkehr sein. Der BUND Marburg fordert deshalb die umgehende Erstellung einer Machbarkeitsstudie für den Anschluss des Standortes Görzhäuser Hof an. „Bei größeren Vorhaben der Stadt Marburg sollte die Zivilgesellschaft so frühzeitig, so transparent, so ergebnisoffen und so repräsentativ wie möglich beteiligt werden“, so der BUND. Nur so könne das notwendige Vertrauen geschaffen werden, um gemeinsam den schwierigen Weg zur Klimaneutralität 2030 beschreiten zu können.

Von Till Conrad

23.04.2021
23.04.2021