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Marburg Asklepios schluckt Rhön AG
Marburg Asklepios schluckt Rhön AG
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08:16 04.06.2020
Was wird aus dem Universitätsklinikum Gießen-Marburg? Quelle: Thorsten Richter
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Bad Neustadt

Rhön-Gründer Eugen München bleibt Mitglied des Aufsichtsrats; mehrere Vertreter von B. Braun Melsungen wurden dagegen aus dem Gremium abgewählt. Auch der Antrag des nordhessischen Medizinkonzerns, wichtige Beschlüsse künftig nur noch mit Dreiviertelmehrheit zu fassen, ist vom Tisch. Abgelehnt wurde von den Aktionären zudem eine Sonderdividende.

Rhön-Vorstandsvorsitzender Stephan Holzinger hatte zu Beginn der Versammlung B. Braun und Asklepios dazu aufgerufen, ihren Streit zu beenden und künftig gemeinsam für die Interessen des Rhön-Konzerns zu arbeiten. Ob B. Braun daran noch Interesse hat, blieb gestern offen. Die Nordhessen halten ein gutes Viertel der Aktien. Bis zum 17. Juni haben sie nun – wie alle anderen Aktionäre auch – Zeit, das Kaufangebot von Asklepios in Höhe von 18 Euro pro Aktie anzunehmen. Dazu müssen nun Aufsichtsgremien Beschlüsse fassen.

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Unabhängig von der Entscheidung bei B. Braun wird die Rhön-Klinikum AG in den Asklepios-Konzern eingegliedert. Das Bundeskartellamt hat die geplante Übernahme bereits genehmigt. Welche Konsequenzen die nun feststehende Übernahme des Rhön-Konzerns durch Asklepios für das UKGM hat, blieb auch gestern noch völlig offen. Asklepios hatte nur gesagt, dass man sich Synergien etwa bei der Materialbeschaffung erhoffe und den Weg zur Telemedizin weiter gehen wolle. Konkrete Aussagen zur Zukunft des Standorts Gießen-Marburg, zu notwendigen Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe, zur Zusammenarbeit mit dem Land Hessen gibt es noch nicht. Auch über die Zukunft der Vorstandsmitglieder wie auch der übrigen Mitarbeiter gibt es noch keine Klarheit. Der UKGM-Betriebsrat hatte einen Fragenkatalog an Asklepios geschickt.

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