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Marburg Fotograf auf den Spuren des Wassers
Marburg Fotograf auf den Spuren des Wassers
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17:58 09.05.2021
„Fuß mit Zehen“ hat Arno Uth sein Foto betitelt, das anlässlich der Reihe „Photo.Spectrum.Marburg“ in seiner Ausstellung im Uniklinikum Marburg zu sehen ist.
„Fuß mit Zehen“ hat Arno Uth sein Foto betitelt, das anlässlich der Reihe „Photo.Spectrum.Marburg“ in seiner Ausstellung im Uniklinikum Marburg zu sehen ist. Quelle: Arno Uth
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Marburg

„Photo.Spectrum.Marburg“ ist eine ambitionierte Veranstaltungsreihe rund um das Medium Fotografie. Bereits zum zweiten Mal wird das Programm durch die Corona-Lockdowns massiv beeinflusst. Noch bis zum 31. Juli ist in der Eingangshalle des Uniklinikums die Ausstellung „Transformation – Erscheinungsformen des Wassers“ von Arno Uth zu sehen.

Seit März hängt die Ausstellung bereits im Uniklinikum. „Leider war es aufgrund der Corona-Auflagen nicht möglich, bislang eine Vernissage in Präsenz anzubieten. Die Fotos sind daher momentan nur für Patientinnen und Patienten sowie Mitarbeiter des Klinikums persönlich einsehbar. Sollte sich die Pandemielage nicht bis Ende Juli deutlich verändern, so wird die gesamte Ausstellung online zu sehen sein“, teilte das Uniklinikum mit.

Erscheinungsformen des Wassers

Arno Uth wurde im Jahr 1961 in Ringgau-Rittmannshausen (Hessen) geboren. Er lebt und arbeitet seit 35 Jahren als freier Künstler, Film- und Fotojournalist sowie als Kameramann und Cutter in Marburg. Auf seiner Homepage zitiert er Johann Wolfgang von Goethe: „Natur und Kunstwerke lernt man nicht kennen, wenn sie fertig sind; man muss sie im Entstehen erhaschen, um sie einigermaßen zu begreifen!“

Dies gilt auch für das Element, mit dem er sich in seiner Ausstellung beschäftigt: Wasser – das sowohl fest, flüssig als auch gasförmig existiert. Diese Erscheinungsformen bildet er in seiner Ausstellung ab: Tau, Eisflächen, Eisformationen, Dampf, Nebel, Schnee oder fließendes Wasser. „Eisflächen“, „Eisformationen“ und „Naturphänomene“ heißen drei Werkgruppen, in denen er sich mit „fragilen Erscheinungen im Übergang“ beschäftigt: von kondensierendem Wasserdampf zu Tautropfen, von gefrorenen Pfützenoberflächen zu filigranen Ornamenten, von frierendem Wasser zu grazilen Eisformationen.

Beliebtes Thema: Edersee

Steigt man vom Haupteingang die große Freitreppe aus der Eingangshalle hinab, fällt der Blick auf drei große Lawinenbilder (Öl auf Leinwand nach Screenshot, jeweils 135 x 180 Zentimeter). Sie tragen die Titel „Aus heiterem Himmel“, „Donner“ und „Glück gehabt“, in denen Uth Wetterereignisse im Extrem-Schneewinter 2017/18 in Österreich künstlerisch verarbeitet hat.

Eine weitere Themenwand beschäftigt sich mit dem „Edersee“, den Uth während seiner Studienzeit in Kassel als beliebtes Naherholungsgebiet kennenlernte: Fünf Fotodrucke auf Leinwand halten den niedrigen Pegelstand des Stausees im Norden Hessens fest.

Wasser im gasförmigen Zustand

Zwei Panoramaaufnahmen im Format 200 mal 40 Zentimeter hat er in Leuchtkästen platziert. Sie zeigen den fast trockengefallenen Nebenarm des Edersees in Richtung Nieder-Werbe. Die Panorama-Leuchtkästen begreift Arno Uth als künstlerische Verbeugung vor dem Fotokünstler Jeff Wall, der große Leuchtkästen seit den 1970er-Jahren nutzt.

Texttafeln zu den Serien Eisflächen, Eisformationen, Lawinenbilder und Edersee vervollständigen die Konzeptausstellung, der noch ein weiteres Element hinzugefügt werden wird: „Miniaturen zum Thema Wasser“ sind Kurzvideos, die über einen Monitor an der Mittelsäule der Ausstellungshalle zum Themenschwerpunkt „Dampf“ zu sehen sein werden.

Erste Exponate finden Sie hier.

Von Uwe Badouin

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