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Marburg Planschen, Schwimmen, Relaxen
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10:00 28.04.2022
Die Vorbereitungen für den Saisonstart laufen: Geschäftsführer Rolf Klinge misst die Wassertemperatur.  
Die Vorbereitungen für den Saisonstart laufen: Geschäftsführer Rolf Klinge misst die Wassertemperatur.   Quelle: Larissa Pitzen
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Marburg

Die ersten wärmenden Sonnenstrahlen des Jahres waren zwar schon da, an Badespaß, Sonnencreme und Bikini denken wohl dennoch gerade die wenigsten. Und trotzdem: Die ersten Freibäder öffnen in wenigen Tagen ihre Pforten. So auch das Marburger Aquamar. Geschäftsführer Rolf Klinge freut sich auf die Freibad-Saison. „Wir erwarten eine bessere Saison als die vergangenen Jahre während der Pandemie“, sagt er.

Auf die Plätze, fertig, los!

Während im Hallenbad kräftig renoviert wurde, blieb draußen alles beim Alten. Trotzdem laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren: Das Wasser wird abgelassen, die Becken auf Hochglanz und das Gelände auf Vordermann gebracht. Anschließend fließen insgesamt 1100 Kubikmeter Wasser in das Bad, bevor die ersten Gäste ab dem 9. Mai erwartet werden.

Keine Einschränkungen in Sicht

Die Corona-Pandemie sollte in der kommenden Saison zwar immer noch ein Thema sein, bisher sind laut Klinge aber keine Einschränkungen geplant. „Es wurde alles aufgehoben. Sollte das so bleiben, dürften wir eine relativ normale Freibadsaison einläuten“, sagt der Geschäftsführer.

In Deutschland gibt insgesamt 6 004 Bäder – davon sind 2 818 Freibäder (Stand 2022). Obwohl die Besuche innerhalb der vergangenen Jahre schwankten, ist das Freibad vor allem in den Ferien nach wie vor beliebt. Das Markt- und Meinungsinstitut YouGov hat 1 109 Menschen zu ihren Lieblingsaktivitäten im Freibad befragt. 

„Gerade für den Außenbereich haben wir keinerlei Regelungen über Testpflicht oder Ähnliches.“ Im vergangenen Jahr hatte der Magistrat beschlossen, Kindern während der Ferienzeit kostenfreien Zutritt zu gewähren. „Für diese Saison haben wir noch keinerlei solche Pläne, das muss der Magistrat entscheiden“, sagt er.

Eintrittspreise bleiben stabil

Die hohen Energiekosten aufgrund des Russland-Ukraine-Krieges treffen auch die Freibad-Betreiber. In einigen Bädern könnte der Badespaß deshalb teurer werden. Das Aquamar sei allerdings davon nicht so schwer betroffen wie andere Bäder. „Wir heizen unsere Außenbecken ausschließlich mit Solarenergie und sind nicht auf Gas oder Öl angewiesen“, erklärt Klinge. Mit einer Preiserhöhung müssen die Besucher deshalb erst einmal nicht rechnen.

Michael Weiland, stellvertretender Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen, weiß um das Energie-Problem. „In Freibädern ist der Wasser- und Außentemperatur-Unterschied vor allem nachts daran schuld, dass so viel Energie verloren geht“, sagt er. Um den Energiebedarf in Schwimmbädern zu senken, könne man die Temperatur der beheizten Becken herunterschrauben. Außerdem könne eine Abdeckung dabei helfen, den Energieverlust zu minimieren.

Von Larissa Pitzen