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Marburg Ansage Zukunft: Ausbildungsmesse in Marburg
Marburg Ansage Zukunft: Ausbildungsmesse in Marburg
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17:15 22.01.2019
Nagelten vergangenes Jahr um die Wette: Yannick Schlüter (vorne, von links), Mia Primke, Johannes Müller und Henrik Runzheimer – Rudolf Paulus vom Bildungszentrum der Bauwirtschaft schaute zu. Quelle: Andreas Schmidt
Marburg

Drei Tage lang dreht sich im Marburger Cineplex alles um die berufliche Orientierung für künftige Berufseinsteiger. An Informationsständen und bei kurzen Vorträgen vor Ort präsentieren sich regionale­ Ausbildungsbetriebe in den Foyers auf allen vier Etagen. Unternehmensvertreter sowie ­derzeitige Auszubildende der regionalen Firmen stehen als Ansprechpartner für potenzielle Bewerber zur Verfügung. Organisiert wird die Messe gemeinsam von der Agentur für Arbeit Marburg, der Industrie- und Handelskammer Kassel-Marburg (IHK), der Kreishandwerkerschaft Marburg und dem Verlag HITZEROTH Druck+Medien GmbH & Co.KG.

Hier geht es zur Messe-Sonderbeilage

Die Besucher haben die Möglichkeit, direkt mit Firmenvertretern aller Branchen und ­Berufsberatern ins Gespräch zu kommen. Das Angebot richtet sich sowohl an Schüler aller­ Schulzweige, wie an Studienzweifler, die in einer betrieblichen Ausbildung in einem Industrie- oder Handwerksbetrieb eine Alternative zum regulären Studium suchen. Neben Jugendlichen sind ebenso Eltern und Lehrer eingeladen.

Vorträge am Samstag

  • 10 und 11 Uhr: „Studium-Plus – das Studium mit dem Praxis-Plus“, Referentin: Annette Lust, THM
  • 10.15 und 11.15 Uhr: „Alternativen zum Studium – Angebote der Agentur für Arbeit Marburg“, Referent: Edgar Losse, Arbeitsagentur
  • 10.30 und 11.30 Uhr: „Chancen der dualen Ausbildung“, Referent: Michael Lochow, Ausbildungsberater der Handwerkskammer Kassel
  • 10.45 und 11.45 Uhr: „Unternehmen überzeugen in 3 Minuten“ (Elevator Pitch)

Am Donnerstag und Freitag haben Besucher die Möglichkeit, kostenlose Bewerbungsbilder vom Profifotografen anfertigen zu lassen. Am Samstag finden im Kinosaal 5 kurze Impulsvorträge rund um das Thema Ausbildung statt.

Zudem berät die Arbeitsagentur über mögliche Berufswege nach der Schule oder dem Studienabbruch sowie über freie Ausbildungsstellen in rund 70 heimischen Betrieben aus Dienstleistung, Handwerk und Industrie. Die IHK informiert über Ausbildungs- und Prüfungsfragen und Wege der ­beruflichen Weiterbildung. Die Kreishandwerkerschaft zeigt Ausbildungsmöglichkeiten und Karrierechancen auf und bietet eine Übersicht aller Ausbildungs- und Praktikumsbetriebe verschiedener Branchen.

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Warum ist die „Ansage Zukunft“ so wichtig für die Region? „Weil sie erlebbar macht, was es in der Region gibt“, sagt Volker Breustedt, Leiter der Marburger Arbeitsagentur. Die Besucher würden den direkten Kontakt nicht nur zu Unternehmern und Personalern bekommen, „sondern es gibt Informationen auf Augenhöhe – von Auszubildenden, die sich vielleicht vor ein oder zwei Jahren selbst noch auf der Messe informiert haben“, so Breustedt. Er weiß: „Das direkte Gespräch bietet immer noch den größten Erfolg.“ Und das bei einer „ganz niedrigen Hemmschwelle an einem – wenn auch aus anderem Kontext – vertrauten Ort“.

Informationsvielfalt „ist kaum zu toppen“

Für Meinhard Moog, den ­Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Marburg, bietet die „Ansage Zukunft“ nicht nur Schülern, sondern auch Lehrern die Gelegenheit, „sich mit dem Thema Ausbildung praxisnah vertraut zu machen und mit den entsprechenden Akteuren in Kontakt zu kommen“. Für Moog steht fest: „So viele Informationen auf einen Schlag – das ist ja kaum zu toppen.“

Als größte Ausbildungsmesse­ der Region ist die „Ansage ­Zukunft“ für Oskar Edelmann, stellvertretenden Hauptgeschäftsführer der IHK Kassel-Marburg „die zentrale Veranstaltung für Berufsorientierung – alle Arbeitgeber und Institutionen kommen auf einem Fleck zusammen, das ist heutzutage eigentlich ein Muss für jeden, der sich für Berufsorientierung interessiert“.
Roger Schneider, Anzeigenleiter des HITZEROTH-Verlags, sieht die Messe als wichtige Quelle zur Erstinformation mit einem hervorragenden Angebot, „denn es gibt Informationen aus erster Hand. Das gibt es in dieser Form nirgends in der Region“.

Schneider plädiert jedoch dafür, den Veranstaltungsort auf den Prüfstand zu stellen, denn: „Die Nachfrage ist riesig, das Cineplex platzt jedoch aus allen Nähten – zahlreiche Unternehmen, die teilnehmen wollten, haben eine Absage erhalten.“ An einem anderen Ort könnte die Messe nicht nur breiter aufgestellt werden –, sondern es könne auch ein größeres Mitmach-Angebot geboten werden. Das seien auch die Hauptkritikpunkte der „OloV“-Gruppe gewesen, die die Messe untersucht hätte – zu wenig Platz, zu wenig Interaktion. „Wir nehmen diese Kritik ernst“, sagt Schneider – und das führe dazu, dass man wohl nach einem neuen Standort suchen müsse. „OloV“ steht für „Optimierung der lokalen Vermittlungsarbeit im Übergang Schule – Beruf“ des Landes.

  • Die Messe ist am Donnerstag von 8.30 bis 14 Uhr, am Freitag von 8.30 bis 13 Uhr und am Samstag von 9.30 bis 13 Uhr geöffnet. Weitere Informationen unter ansage-zukunft.de oder bei der Agentur für Arbeit Marburg unter Telefon 0 64 21/60 51 53 oder per E-Mail an Marburg.Arbeitgeber@arbeitsagentur.de

von Andreas Schmidt
und Ina Tannert