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Marburg Angst um Sicherheit bei Straßenumbau
Marburg Angst um Sicherheit bei Straßenumbau
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19:47 16.04.2010
Gegenüber der Haltestelle Chemnitzer Straße parken oft Autos unter der Brücke, die gemeinsam mit den teils minutenlang haltenden Bussen die Straße vollständig blockieren. Daher möchte der Ortsbeirat ein Halteverbot einrichten lassen.
Gegenüber der Haltestelle Chemnitzer Straße parken oft Autos unter der Brücke, die gemeinsam mit den teils minutenlang haltenden Bussen die Straße vollständig blockieren. Daher möchte der Ortsbeirat ein Halteverbot einrichten lassen. Quelle: Manfred Schubert
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Richtsberg. Am Beginn des dreistündigen Treffens, das am Dienstagabend mit 19 Teilnehmern in den Räumen des Netzwerks Richtsberg stattfand, standen Kritik und Fragen zu Baumfällarbeiten an der Sonnenblickallee im Bereich der Fußgängerüberführung zur Badestube im Fokus.

Reinhold Wind (Bündnis 90/Die Grünen) sagte: „Die Leute können nicht begreifen, dass genau in der Mulde fast alle Bäume gefällt wurden.“ Mehrere Anwohner hätten gefragt, ob es dafür eine naturschutzrechtliche Genehmigung gegeben habe und ob der Vorgang ausgleichspflichtig sei.

Horst Burk, Leiter der Straßenmeisterei Marburg, erklärte, dass es sich bei dem gefällten Straßenbegleitgrün um so genannte Pioniergehölze gehandelt habe, vor allem Weiden, Pappeln und Birken.

Diese würden ab einem Alter von 30 bis 35 Jahren sehr brüchig. Zur Verkehrssicherung auf der wichtigen Verbindungsstraße zum Klinikum sei deren Entfernung bereits überfällig gewesen.

Thomas Engelbach vom Fachdienst Tiefbau und Bernd Kintscher vom Fachdienst Stadtplanung der Stadt Marburg gaben anschließend Informationen zum nächsten großen Thema auf der Tagesordnung, dem geplanten Umbau der Kreuzung Beltershäuser Straße/Umgehungsstraße/Cappeler Straße.

Durch den Wegfall der Anbindung zur B 3 bei der Nehmühle werde mit einem Anstieg von heute 30 000 auf 35 000 Fahrzeuge pro Tag auf dem Knotenpunkt zwischen Südspange und Beltershäuser Straße gerechnet.

Um den bereits heute zu Stoßzeiten stockenden Verkehr am Fließen zu halten, wird die Kreuzung erweitert.

Die ursprüngliche Überlegung, auch aus der großen Kreuzung Beltershäuser Straße/Umgehungsstraße einen Kreisel zu machen, sei aus Kostengründen aufgegeben worden. Dafür werde bei der jetzigen, 650 000 Euro teuren Variante, die Beltershäuser Straße grundhaft erneuert.

Ortsbeiratsmitglied Bernd Hannemann (Die Linke) fragte, was zur Förderung der Lebensqualität der Anwohner dieses Verkehrsknotens, insbesondere hinsichtlich Lärm und Abgasen, getan werden soll. Engelbach erklärte, wenn der Verkehr durch den Ausbau flüssig gehalten werden könne, werde es künftig mehr ein „Rauschen“, weniger Anfahrgeräusche und Abgase durch stehende Fahrzeuge geben.

Anwohner äußerten Bedenken, weil ein Teil des Grünstreifens vor den Wohnhäusern im Damaschkeweg und damit dichtes Buschwerk, das bisher spielende Kinder von der Fahrbahn fernhält, wegfallen wird.

von Manfred Schubert

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