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Marburg Rückkehr zum Schulalltag
Marburg Rückkehr zum Schulalltag
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17:03 17.05.2020
Am Montag kehren viele Schüler in ihre Klassenzimmer zurück. Quelle: Foto: Kay Nietfeld/dpa
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Marburg

Um den „neuen Schulalltag“ sicher durchleben zu können, gibt es allerdings besondere Vorkehrungen in den Schulen.

Zur Vorbereitung auf den Schulstart haben Vertreter der Stadt Marburg, des Landkreises, des Gesundheitsamtes, des Stadt- und Kreiselternbeirates sowie des Staatlichen Schulamtes eine Handreichung erarbeitet. Diese soll Eltern und Erziehungsberechtigten wichtige Hinweise geben, wie sie die Kinder bei der Umsetzung der Hygienevorkehrungen unterstützen können, informieren Stadt und Landkreis in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

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So gelten beispielsweise Grundregeln wie regelmäßiges Händewaschen und Abstand halten, aber auch, dass die Schüler untereinander keine Stifte oder Bücher austauschen.

Schichtmodelle

und Hygienekonzepte

Vieles wird für die weiteren Schüler anders sein. „Eine normale Schulwoche mit fünf Unterrichtstagen pro Klasse kann es nicht geben“, sagt Burkhard Schuldt. Er bezieht sich auf die geltenden Auflagen des Landes Hessen. So ist die Gruppengröße auf 15 Schüler beschränkt, die Abstandsregeln verlangen außerdem einen erhöhten Bedarf an Lehrpersonal und Unterrichtsräumen. Dies stellt die Schulleitungen und die Lehrenden vor große organisatorische Herausforderungen. Einheitliche Modelle wird es laut Schulamt nicht geben.

Das Einhalten der Abstandsregeln in den Klassenräumen wird etwa durch weniger Tische und Stühle gesichert. In den Schulen finden sich außerdem Hinweise und Markierungen, die auch in den Fluren und auf den Schulhöfen an den Mindestabstand von 1,50 Metern erinnern.

Trotz aller Herausforderungen seien die Rückkehr in die Schule, der Kontakt zum Lehrpersonal und zu den Mitschülern nach Ansicht des Schulamtsleiters pädagogisch und auch psychologisch von großem Wert. Das Miteinander in der Schule bringe ein Stück Normalität zurück und entlaste auch die Familien. „Durch den Unterricht in der Schule können der Lernzuwachs gesichert und das häusliche Lernen besser vor- und nachbereitet werden“, erläuterte Schuldt.

Stadträtin Kirsten Dinnebier und der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow berichteten, dass die Schulen in Bezug auf die Hygienekonzepte gut vorbereitet seien. Die Sanitärräume sind demnach mit ausreichend Flüssigseife und Einmalhandtüchern ausgestattet, die Reinigungspläne für die Schulen wurden entsprechend der besonderen Hygieneanforderungen angepasst.

An den Schulen besteht keine Maskenpflicht. Dennoch haben das Land und die Schulträger alle Schulen mit einem „Notfallpaket“ an Mund- und Nasenschutzmasken sowie mit Handdesinfektion ausgestattet. Außerdem weisen Dinnebier und Zachow darauf hin, dass in den Schulbussen, wie generell im öffentlichen Personennahverkehr, eine Maskenpflicht bestehe. Um eine bestmögliche Schülerbeförderung werde sich intensiv bemüht.

Die Handreichung wird über die Schulen und den Stadt- und Kreiselternbeirat verteilt sowie auf den Homepages der Stadt Marburg und des Landkreises veröffentlicht.

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