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Marburg Alles andere als „dicke Luft“
Marburg Alles andere als „dicke Luft“
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16:58 15.05.2021
Fabian Schwarz (links) und André Becher mit einem der beiden Luftreiniger – dessen Fläche des Hauptfilters, den Becher präsentiert, 20 Quadratmeter beträgt.
Fabian Schwarz (links) und André Becher mit einem der beiden Luftreiniger – dessen Fläche des Hauptfilters, den Becher präsentiert, 20 Quadratmeter beträgt. Quelle: Andreas Schmidt
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Denn der Verkauf ist zwar geschlossen. Aber: „Auch im Service ist es nicht auszuschließen, dass ein Kunde mal warten muss. Und auch für unsere Mitarbeiter ist die gereinigte Luft wichtig“, sagt Fabian Schwarz. „Wir sind bisher schadlos durch die Pandemie gekommen – das soll auch so bleiben“, sagt Schwarz.

Und für Schwarz steht fest: „Das Thema reine Luft wird uns auch nach der Pandemie erhalten bleiben – mit den Reinigern können wir gut vorbeugen. Grippeviren werden ja auch gefiltert.“

Die Wahl fiel durch die Firma Becher Schweißtechnik auf zwei mannsgroße Luftreiniger der Firma Kemper. Doch was hat das Schweißtechnik-Unternehmen mit Luftreinigern zu tun? „Kemper hat schon einen Namen bei Absauganlagen in Schweißkabinen“, erläutert André Becher. Mit dieser Expertise habe das Unternehmen hochwertige Luftfilter entwickelt. Becher erläutert: „Die Luft wird von oben angesaugt, zunächst durch einen Vorfilter geführt und dann durch einen Hepa-14-Filter, der Viren, Aerosole und Bakterien bis zu 99,995 Prozent entfernt, gereinigt in Fußbodenhöhe wieder dem Raum zugeführt.“ Doch das ist nicht alles: Der Reiniger ist zusätzlich mit einer UV-C-Lampe ausgestattet – das ultraviolette Licht inaktiviert ebenfalls Viren und Bakterien. Und es hat einen weiteren Vorteil: Es ermöglicht einen kontaminationsfreien Filterwechsel. Der Filter verfügt laut Becher zudem über eine Fläche von 20 Quadratmetern.

Auch darüber hinaus ist der Luftreiniger mit einigen technischen Raffinessen gespickt: Es gibt eine konstante Volumenstromregelung, die unabhängig von der Filtersättigung funktioniert. Zudem wird die Sättigung sowohl im Vor- als auch im Hauptfilter überwacht, „wenn die Filter gewechselt werden müssen, wird es angezeigt“, erläutert André Becher. Dabei sei das Gerät im Dauerbetrieb „flüsterleise“, verspricht er – und schaffe dabei in einem bis zu 100 Quadratmeter großen Raum bei genormter Deckenhöhe einen sechsfachen Luftaustausch. „Die Geräte würden sich auch gut für Klassenzimmer eignen“, sagt Becher.

Im Autohaus kommen zwei der Filter parallel zum Einsatz, „weil der Raum sehr hoch ist“, sagt Schwarz. Ihn überzeugt nicht nur der einfache Filterwechsel, sondern auch, dass sich die Geräte dank Bewegungsmeldern automatisch abschalten.

Gut 6 000 Euro haben die Geräte gekostet – „das haben wir für die zusätzliche Sicherheit gerne bezahlt“.

Von Andreas Schmidt