Die MPG will auf dem Gelände ein Parkhaus und ein Seniorenheim errichten. Über den Verkauf und eine eventuelle Bebauung des Afföllergeländes muss aber das Stadtparlament entscheiden.
Die Stadtverordneten hatten in einem Tendenzbeschluss im April schon festgelegt, dass bei einem Verkauf die Interessen der Kulturtreibenden auf dem Gelände gewahrt werden und ein Parkhaus von den Stadtwerken bewirtschaftet werden müssten.
Bis zum März hatte niemand offiziell von dem Interesse der Marburger Gesellschaft für Projektförderung (MPG) gewusst. Die Stadt hatte auf entsprechende Anfragen der OP mehrfach geantwortet, das Gelände sei nicht verkauft und es gebe auch keine Bauvoranfrage.
Nichts Ungewöhnliches
Bereits im vergangenen November hatte Bürgermeister Wieland Stötzel (CDU) der MPG aber die Unterstützung des geplanten Projekts durch den Magistrat versichert und die „grundsätzliche Bereitschaft“ der Stadt betont, das städtische Gelände auf den Afföllerwiesen zu verkaufen.
Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (SPD) sagte im März jedoch auch auf entsprechende Nachfrage der OP: „Wenn es das Interesse eines Investors gäbe, würden wir dies in einem solch frühen Stadium nicht ohne seine Zustimmung öffentlich machen.“
Wieland Stötzel erklärte gegenüber der OP, es gebe immer wieder „Interessensbekundungen“ hinsichtlich städtischer Flächen. Insofern sei ein Kontakt zu einem Investor nichts Ungewöhnliches.
von Till Conrad
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