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Marburg Ärztegenossenschaft erhält das „Prädikat Silber“
Marburg Ärztegenossenschaft erhält das „Prädikat Silber“
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14:58 27.05.2021
Dr. Hartmut Hesse gibt einer Patientin PriMa-Informationsmaterial..
Dr. Hartmut Hesse gibt einer Patientin PriMa-Informationsmaterial.. Quelle: Archivfoto: Thorsten Richter
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Bad Homburg

Die Auszeichnung erfolgte auf Basis der Auswertung von bundesweiten Vergleichsdaten zur medizinischen Versorgung im Rahmen des AOK-Projektes „Qualität in Arztnetzen – Transparenz mit Routinedaten“ (QuATRo) und wurde dieser Tage dem Vorstand der PriMa übergeben.

Analysiert wurden insgesamt 15 Qualitätsaspekte wie die leitliniengerechte Versorgung der behandelten Patienten mit Medikamenten oder die Verhinderung von Krankenhaus-Aufenthalten.

Wegen seiner überdurchschnittlichen Ergebnisse erhielt die Ärztegenossenschaft mit Sitz in Marburg als eines von bundesweit nur elf Netzen das „Prädikat Silber“. Für die Auszeichnung wurden deutschlandweite Vergleichswerte herangezogen, die auf Daten aus der Versorgung der rund 26 Millionen AOK-Versicherten stammen.

„Die guten Ergebnisse zeigen, dass sich die Mitglieder von PriMa ganz besonders für eine höhere Qualität in der ambulanten medizinischen Versorgung engagieren“, sagt Matthias Grün, verantwortlich für die ambulante Versorgungsqualität bei der AOK Hessen. Mit dieser Auszeichnung sieht sich die PriMa in ihrer Arbeit bestätigt“, sagt Dr. Hartmut Hesse, Vorsitzender des Vorstandes der PriMa. Er ist davon überzeugt, dass diese Auszeichnung auch Patientinnen und Patienten zu schätzen wissen. „Durch die regelmäßigen Fortbildungen, die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Hausärzten und Fachärzten in der Region und Dienstleistungen der PriMa für die Praxen werden diese und ihre Patienten auf vielfältige Weise unterstützt, was Qualität und Wirtschaftlichkeit stärkt.“ Grundlage der Auswertung sind sogenannte Qualitätsindikatoren, die eine Messung und einen Vergleich der Versorgungsqualität anhand bestimmter Kriterien ermöglichen. So wird unter anderem ausgewertet, welcher Anteil der behandelten Patientinnen und Patienten die angezeigten Arzneimittel erhält – zum Beispiel Statine bei einer Koronaren Herzkrankheit. Gemessen wurden auch Indikatoren wie die Grippeschutz-Impfrate, die Verhinderung von Krankenhaus-Einweisungen bei Personen mit Herzinsuffizienz oder die Kontrolle von Risikofaktoren bei Diabetikern. „Ziel des QuATRo-Projektes ist es, mehr Transparenz für die teilnehmenden Ärzte zu schaffen und auf Basis der Ergebnisse ins Gespräch zu kommen, um die medizinische Versorgung der Patienten zu verbessern“, betont Grün. Dabei setze man auf eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Arztnetzen. „Die beteiligten Arztnetze haben keinen zusätzlichen Dokumentationsaufwand, weil wir bei den Auswertungen auf die ohnehin vorliegenden AOK-Abrechnungsdaten zurückgreifen können“, so Grün.