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Marburg Abwasserrohr macht Behring-Straße zum Nadelöhr
Marburg Abwasserrohr macht Behring-Straße zum Nadelöhr
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12:00 16.03.2022
Die Arbeiten zum Verlegen einer neuen Abwasserleitung unter die Emil-von-Behring-Straße behindern den Verkehr noch bis Ende April.
Die Arbeiten zum Verlegen einer neuen Abwasserleitung unter die Emil-von-Behring-Straße behindern den Verkehr noch bis Ende April. Quelle: Thorsten Richter
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Marburg

Was vor Wochen an der Zufahrt zum Bürgerhaus Marbach begann, setzt sich derzeit an der Emil-von-Behring-Straße fort und endet voraussichtlich Ende des nächsten Monats knapp hinter dem Ortsausgangsschild in Richtung Caldern. Dort verlegen die Marburger Stadtwerke eine zusätzliche Leitung, um das Abführen des Abwassers des Pharmastandortes Görzhäuser Hof zu gewährleisten.

Unter der Regie der Stadtwerke als zuständiger Netzbetreiber begannen die Arbeiten im März des vergangenen Jahres und erfolgen seitdem in mehreren Abschnitten. Diese zweite sogenannte „Schmutzwassertransportleitung“ führt auf städtischen Grund praktisch vom Werkstor der ehemaligen Behringwerke in den Stadtteil Marbach hinein bis zur Zufahrt zum Bürgerhaus Marbach, wo der Anschluss in das Abwassernetz erfolgt.

Halbseitige Sperrung mit Ampelregelung

Derzeit werden die Voraussetzungen geschaffen, um die letzten 600 Meter des Rohres zu verlegen. Da an einigen Stellen die Arbeiten auch oberirdisch erfolgen, kommt es bis Ende April weiterhin zu Behinderungen für den Verkehr, da die Fahrspuren verlegt sind. Bis dahin gibt es auf der Landesstraße 3092 in Richtung Biedenkopf/Caldern auch eine halbseitige Sperrung der Straße bis zum Friedhof Marbach. Den Verkehrsfluss regelt eine Ampel, die mit der Sperrung dem Baufortschritt folgt.

Um die baubedingten Einschränkungen für den Verkehr so gering wie möglich zu halten, verlegte das Bauunternehmen rund 3,5 Kilometer der neuen Leitung im sogenannten Spülbohr-Verfahren. Dabei werden Rohrleitungen weitestgehend unterirdisch verlegt, ohne Gräben ausheben zu müssen. Offene Baugruben sind dadurch nur punktuell erforderlich. Ein weiteres Mittel um den Verkehrsfluss aufrecht zu erhalten war, abschnittweise in der Nacht zu arbeiten, wobei die Straße dann gesperrt war.

Für die insgesamt rund 4,5 Kilometer lange Leitung investieren die Stadtwerke rund 2,6 Millionen Euro, berichtet Jonas Becker von den Stadtwerken.  

Von Gianfranco Fain

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