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Marburg Statt Klassenarbeit lieber Zeitung lesen
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08:00 25.03.2019
Die Verantwortlichen mit den Vertretern der Schulen aus dem gesamten Landkreis, die am Projekt „Schüler lesen die OP“, unterstützt durch die Deutsche Vermögensberatung und dem Staatlichen Schulamt, teilgenommen haben. Quelle: Tobias Hirsch
Marburg

Der große Kinosaal im Cineplex war Freitagfrüh ganz schön voll. Etwa 250 Schülerinnen und Schüler waren der Einladung zur Abschlussveranstaltung der Aktion „Schüler lesen die OP“ gefolgt. Denn nach der Urkundenverleihung ging der große Vorhang auf und es liefen „Asterix und das Geheimnis des Zaubertranks“ sowie zwei weitere Filme in den anderen Kinosälen.

Till Conrad, stellvertretender Chefredakteur der OP, eröffnete die Veranstaltung und begrüßte Illeri Meier, Geschäftsführerin des Medienhauses HITZEROTH, Simon Kuklinski von der Deutschen Vermögensberatung sowie Ulrich Müller vom Staatlichen Schulamt. In Zusammenarbeit wurde das Projekt nun schon zum 33. Mal auf die Beine gestellt.

60 Klassen aus 26 Schulen sind dabei

60 Klassen aus 26 Schulen ­lesen seit Anfang des Monats­ täglich die OP. So wie Diana­ Chmelenko von der Richtsberg-Gesamtschule. Die Achtklässlerin war überrascht über den Umfang an Themen, der in der Tageszeitung abgedruckt ist. „Da habe ich wirklich jeden Tag etwas Neues erfahren“, sagt sie während der Veranstaltung. Zusammen mit ihren Mitschülern wird sie in den nächsten Tagen wieder an dem Projekt arbeiten. Denn trotz Übergabe der Urkunden läuft das Projekt noch bis zu den Osterferien weiter.

Regelmäßig werden nun in der OP Sonderseiten mit Texten der Schülerinnen und Schüler erscheinen. Unter anderem auch von der Alfred-Wegener-Schule­ aus Kirchhain. Sie schreiben vor allem über Alltagsthemen, die sie selbst interessieren, mit denen sie selbst in Berührung kommen. Beispielsweise Umweltschutz, das Sport- und Jugendangebot der Stadt Kirchhain, was der Pollenflug für Allergien auslösen kann oder der Vandalismus an Schulen und in der Stadt überhaupt. „Die Schülerinnen und Schüler sind wirklich sehr kreativ und verfolgen die wiederkehrenden Themen in der Tageszeitung. Darüber werden sie noch Berichte schreiben, anstatt einer Klassenarbeit“, erklärte Melanie Moeller, die das Projekt in der 8a betreut.

Über das Format, die Seitenanzahl sowie neue oder regelmäßige Schwerpunkte in der Berichterstattung sind alle Betreuer sowohl in der Auftaktveranstaltung als auch von einem OP-Redakteur beim Besuch in der Klasse aufgeklärt worden. Die Projektverantwortliche der OP, Ina Tannert, stand und steht dafür im regelmäßigen Austausch mit den teilnehmenden Schulen. Dieses Engagement lobten die Schüler und Schülerinnen im Cineplex mit lautem Applaus, als der Volontärin mit einem Blumenstrauß dafür gedankt wurde.

„Die Klassen sind wirklich ganz toll vorbereitet und es macht Spaß, dabei zu sein, wenn sie sich im Unterricht mit der OP auseinandersetzen“, berichtete­ Ina Tannert, die schon in etlichen Klassen war und auch noch einige in den kommenden Wochen besuchen wird. Die ­Artikel, die bisher von den Schülerreportern eingesendet wurden, hatten unterschiedliche Themen, meistens jedoch stand die Schule im Mittelpunkt. Im 33. Jahr der Aktion wurde sich auch erst mal mit der digitalen Variante der OP – dem ePaper – auseinandergesetzt. Zusammen mit Till Conrad und der Leiterin des Lesermarktes, Franziska Wagner, hatte Ina Tannert ­eine Tablet-Klasse an der Gesamtschule Ebsdorfergrund in Heskem genau zu diesem Thema besucht. Neben der Zoomfunktion lernten die Schülerinnen und Schüler noch weitere Features bei der digitalen Ausgabe der OP kennen.

Redakteure sind in Schulen unterwegs

Im gesamten Landkreis werden noch bis zu den Osterferien die Redakteure in den Schulen unterwegs sein und Rede und Antwort stehen. Auch das ist Teil des Projektes. Denn wer kann besser die journalistische Arbeit erklären, als der Redakteur selbst. Wie entstehen Themen? Wie lange dauert es, bis ein Text fertig ist? Woher weiß die OP, wo etwas los ist? Wie wird recherchiert? Und wie viel Liter Farbe werden täglich in der Druckerei verbraucht? Antworten auf all diese Fragen wurden in den vergangenen Wochen schon gegeben, oder im Fall der Farbe auch nachgereicht.

Simon Kuklinski von der Deutschen Vermögensberatung war begeistert von der Stimmung im Cineplex. Nach dem Aufruf der Schule durch Till Conrad, machten sich die jeweiligen Vertreter unter lautem Applaus auf den Weg zur Leinwand, wo es die Urkunden gab. Und auch Ulrich Müller vom Staatlichen Schulamt war freudig überrascht vom Engagement der Schulen nebst Lehrern und Schülern.

Nach dem obligatorischen ­Foto aller Schulvertreter vor den vollbesetzten Reihen wanderten­ die Mädchen und Jungen in die jeweiligen Kinosäle, wo ihre ­favorisierten Filme liefen. Die meisten blieben in Kinosaal vier, wo Cineplex-Geschäftsführerin Marion Klosmann höchstpersönlich den Knopf drückte und auf der großen Leinwand das neue Zeichentrickabenteuer der Gallier Asterix und Obelix rund um das Geheimnis des Zaubertranks startete.

von Katja Peters