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Marburg Abriss von altem Haus bleibt umstritten
Marburg Abriss von altem Haus bleibt umstritten
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19:40 01.11.2009
Der Bauzaun steht bereits vor dem Haus in der Rosenstraße 9, von dem nach dem Abriss nur die Fassadenteile in den Neubau integriert werden sollen.
Der Bauzaun steht bereits vor dem Haus in der Rosenstraße 9, von dem nach dem Abriss nur die Fassadenteile in den Neubau integriert werden sollen. Quelle: Manfred Hitzeroth
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Marburg. Auch nach der Einbringungsrede von Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) ließen es sich die Stadtverordneten nicht nehmen, über einige aktuelle stadtpolitische Fragen zu debattieren. Dabei stand die Debatte über das 1876 errichtete Haus an der Rosenstraße 9 im Mittelpunkt. Das Haus soll, im Zuge der Planungen der „Deutschen Vermögensberatungs AG“ für einen Museums- und Kongresskomplex, wegen möglicher Gefährdungen der Statik durch den Bau einer Tiefgarage zunächst abgerissen und dessen Einzelteile dann teilweise in die Fassade des neuen Gebäudes integriert werden (die OP berichtete).

Die Debatte im Stadtparlament brachte keine neuen inhaltlichen Aspekte zu Tage. Und so ging es oft auch ums Grundsätzliche. So reihte FDP-Stadtverordnete Gerlinde Schwebel die Pläne in die Reihe der „Bausünden“ wie den Abriss des Wirtshauses an der Lahn oder von Bopp’s Terrassen. Schließlich gehe es immerhin um das älteste noch in ursprünglicher Form erhaltene Haus im Nordviertel. „Das geplante Kongress-Zentrum ist ein städtebaulich tolles Projekt. Endlich wird das Schmuddel-Image aus diesem Quartier verschwinden“, hielt dem Sonja Sell (SPD) entgegen. Es gebe für die aktuellen Pläne eine rechtswirksame Abrissgenehmigung und deswegen genieße auch der Bauherr unbedingt Vertrauensschutz, so die SPD-Politikerin. Zwar sei das Haus erhaltenswert aber die bereits vorhandenen Schäden am Kellergewölbe machten den Abriss leider unumgänglich.

von Manfred Hitzeroth

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Printausgabe der OP.