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Marburg 58 Neuinfektionen, drei Todesfälle
Marburg 58 Neuinfektionen, drei Todesfälle
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16:08 18.12.2020
Ein Helfer nimmt eine Probe für einen Corona-Schnelltest.  Quelle: Martin Schutt/dpa
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Marburg

Das Gesundheitsamt des Landkreises Marburg-Biedenkopf hat seit Donnerstag 58 neue Corona-Infektionen registriert. Die Gesamtzahl der seit März bestätigten Corona-Infektionen liegt aktuell bei 4.479. Derzeit werden 35 Betroffene stationär im Krankenhaus behandelt (-1). Davon benötigen weiterhin sieben Personen eine intensivmedizinische Betreuung. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion hat sich auf 76 erhöht (+3).

Das Gesundheitsamt und niedergelassene Ärztinnen und Ärzte betreuen aktuell 705 aktive Fälle (+18). Die Zahl der Genesenen ist um 35 auf 3.698 Fälle gestiegen. Das Gesundheitsamt hat innerhalb der vergangenen sieben Tage insgesamt 373 neue Corona-Fälle registriert. Der Landkreis Marburg-Biedenkopf weist daher derzeit eine Inzidenz von 151,3 auf (-10,6). Die Inzidenz errechnet sich aus der Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage. Marburg-Biedenkopf befindet sich damit derzeit in der fünften von insgesamt sechs Stufen des Eskalationskonzepts der Landesregierung zur Eindämmung des Corona-Virus. Stufe sechs gilt ab einer Inzidenz von 200.

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Lage in Altenheim entspannt

Die Situation in dem Marburger Altenpflegeheim entwickele sich positiv, heißt es in der Pressemeldung der Kreisverwaltung von Donnerstagabend. Die Dienstpläne für die nächsten Tage, einschließlich des Wochenendes, seien gefüllt. Personalplanungen für die Folgewoche laufen bereits. Ziel ist es, möglichst schnell zu einem geordneten Regelbetrieb zurückzukehren. Die Task-Force „Pflege und Corona“ des Gesundheitsamtes unterstützt die Heimleitung weiter dabei, wieder tragfähige Strukturen in der Einrichtung aufzubauen.

Um schnelle Hilfe – jenseits der Frage nach Zuständigkeiten – zu gewährleisten, habe der Kreis sofort und umfassend reagiert, als ein klares Bild über das tatsächliche Ausmaß der Situation in der Einrichtung vorgelegen habe: Als Erstmaßnahme entsandte der Kreis am Mittwochmorgen ein Team des Fachbereichs Gefahrenabwehr und den Ärztlichen Leiter Rettungsdienst in die Einrichtung, um eine Grundversorgung der Menschen mit Essen, Trinken und Hygiene zu gewährleisten. Der Notfallmediziner war bereits am Abend zuvor und in der Nacht zu Mittwoch vor Ort, um sich ein umfassendes Bild über die Situation zu verschaffen. Bereits am Dienstag hatte das Gesundheitsamt seine Unterstützung bei der Gewinnung von Fachpersonal für die Einrichtung angeboten.

Gleichzeit organisierte der Corona-Koordinierungsstab des Kreises weitere Hilfeleistungen. So unterstützte die Task-Force „Pflege und Corona“ des Gesundheitsamtes die Heimleitung dabei, qualifiziertes Personal für die Bereiche Pflege, Reinigung, Küche und Haustechnik zu gewinnen. Hierbei kamen Mitarbeitende aus anderen Pflegeeinrichtungen sowie verschiedene Institutionen und Dienstleister zum Einsatz. Die Situation in der Einrichtung wird sich weiter entspannen, sobald die Mitarbeitenden aus der Quarantäne entlassen werden oder wieder genesen sind. Darüber liegt eine Vielzahl unterschiedlicher Hilfsangebote vor, die jetzt von der Heimleitung geprüft, koordiniert und mit dem tatsächlichen Unterstützungsbedarf vor Ort abgestimmt werden.

Informationen, wonach eine verstorbene Person über längere Zeit in der Einrichtung gelegen haben soll, kann der Kreis nicht bestätigen, ebenso wie die Information, wonach ein Notarzt nicht in die Einrichtung gekommen sein soll.

Das aktuelle Infektionsgeschehen

Die aktiven Fälle verteilen sich:

auf die Altersgruppe 0 bis 5 Jahre: neun Fälle;

auf die Altersgruppe 6 bis 9 Jahre: sechs Fälle;

auf die Altersgruppe 10 bis 19: 26 Fälle;

auf die Altersgruppe 20 bis 29: 87 Fälle;

auf die Altersgruppe 30 bis 39: 81 Fälle;

auf die Altersgruppe 40 bis 49: 72 Fälle;

auf die Altersgruppe 50 bis 59: 97 Fälle;

auf die Altersgruppe 60 bis 69: 49 Fälle;

auf die Altersgruppe 70 bis 79: 56 Fälle;

auf die Altersgruppe 80 bis 89: 147 Fälle;

auf die Altersgruppe 90 bis 99: 70 Fälle;

auf die Altersgruppe 100+: fünf Fälle.


Die Zahlen für Neustadt teilen sich auf in: Neustadt 49 (+1) und Neustadt HEAE 41 (-2)

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