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Marburg 570 Millionen Euro für Marburg
Marburg 570 Millionen Euro für Marburg
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21:38 16.11.2021
Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies verkündete gestern gute Nachrichten für die Universitätsstadt. Marburg kann mit einem Plus von 170 Millionen Euro rechnen.
Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies verkündete gestern gute Nachrichten für die Universitätsstadt. Marburg kann mit einem Plus von 170 Millionen Euro rechnen. Quelle: Thorsten Richter
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Marburg

Das ist weit mehr als der gesamte städtische Haushalt inklusive Investitionen für das laufende Jahr. Und mit 200 Millionen Euro mehr Gewerbesteuer als bisher rechnet Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (SPD) für 2022.

Nach ersten Schätzungen muss die Stadt von dem Geldsegen allerdings rund 70 Prozent als Umlagen an den Landkreis und das Land weitergeben. Überwiesen werden müssen diese Umlagen laut städtischer Pressemitteilung wie üblich zeitverzögert – also erst ab 2023. Die Mittel dafür sollen aber jetzt schon beiseite gelegt werden. Auf diese Weise profitiert wohl die ganze Region. Von den 570 Millionen Euro für 2021 und 2022 würden dann also rund 400 Millionen Euro abgezogen werden, so dass der Stadt rund 170 Millionen Euro bleiben.

Spies warnt vor Begehrlichkeiten 

„Das sind die Regeln und das finden wir auch fair, den Erfolg, den die Menschen aus der ganzen Region hier am Standort Marburg schaffen, auch mit allen zu teilen“, teilte Spies mit. Im städtischen Hauptausschuss betonte der OB am Dienstagabend (16. November) auch, dass das zusätzlich in die städtische Kassen gespülte Geld in der Corona-Krise „aus schweren Zeiten für viele Menschen“ resultiere.

Ursache des Geldsegens sind die guten Entwicklungen am Pharmastandort Marburg. Und auch wenn der Marburger Rathaus-Chef es wie schon vor wenigen Tagen bei der ersten Schätzung der Mehreinnahmen (die OP berichtete) aus Gründen des Steuergeheimnisses nicht sagte: Der Grund ist vor allem die Ansiedlung des Produktionsstandortes des Mainzer Unternehmens Biontech, das seit Ende vergangenen Jahres den weltweit begehrten Corona-Impfstoff unter anderem im großen Stil in Marburg produziert.

Spies warnte vor allzu großen Begehrlichkeiten beim Ausgeben der zusätzlichen Steuer-Millionen. „Wir sollten uns nicht gleich alle besoffen reden“, mahnte er im Hauptausschuss an.

Von Manfred Hitzeroth

Lesen Sie hier den ausführlichen Bericht: Spies warnt vor „Luftschlössern“ (Der Artikel ist nach Anmeldung für Abonnenten kostenfrei)

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