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Marburg 43 Neuinfektionen und fünf Todesfälle
Marburg 43 Neuinfektionen und fünf Todesfälle
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14:35 04.02.2021
Eine Fachkraft zeigt einen Abstrich für das Testverfahren auf das Virus SARS-CoV-2.  Quelle: Sebastian Gollnow/dpa
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Marburg

Laut Kreispressestelle werden derzeit 28 Betroffene stationär im Krankenhaus behandelt. Davon benötigen weiterhin acht Personen eine intensivmedizinische Betreuung. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion hat sich auf 200 erhöht (+5).

Das Gesundheitsamt und niedergelassene Ärztinnen und Ärzte betreuen aktuell 261 aktive Fälle (+ 31). Die Zahl der Genesenen ist um fünf auf 5.730 Fälle gestiegen. Das Gesundheitsamt hat innerhalb der vergangenen sieben Tage insgesamt 158 neue Corona-Fälle registriert. Der Landkreis Marburg-Biedenkopf weist daher derzeit eine Inzidenz von 64,1 auf (+10,1). Die Inzidenz errechnet sich aus der Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage. Marburg-Biedenkopf befindet sich weiter in der vierten von insgesamt sechs Stufen des Eskalationskonzepts der Landesregierung zur Eindämmung des Corona-Virus.

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Der Landkreis Marburg-Biedenkopf weist außerdem darauf hin, dass in den Liegenschaften der Kreisverwaltung ab kommenden Montag, 8. Februar 2021, die Pflicht besteht, medizinische Masken (OP-Masken oder virenfilternde Masken des Standards FFP2, KN95 oder N95) zu tragen.

Außerdem macht die Kreisverwaltung nochmals darauf aufmerksam, dass über die Corona-Hotline des Kreises keine Terminvergabe für das Impfzentrum erfolgt. Eine Terminvereinbarung ist ausschließlich über die Kanäle der Landesregierung unter den Telefonnummern 116 117 oder 0611 505 92 888 oder online unter www.impfterminservice.hessen.de oder www.corona-impfung.hessen.de möglich.

Virus-Mutationen auf ein Infektions-Cluster beschränkt

Im Landkreis Marburg-Biedenkopf ist bisher bei sieben Corona-Infizierten die erstmals in Großbritannien entdeckte Virus-Mutation B.1.1.7 nachgewiesen worden. Das sagte der Sprecher des Landkreises, Stephan Schienbein, auf Anfrage der OP. Alle sieben Fälle hingen mit einem Ausbruch in einer Einrichtung zusammen. Nach bisherigen Erkenntnissen sei das Auftreten der Virus-Variante auf dieses Infektions-Cluster beschränkt, sie habe sich also bisher nicht darüber hinaus verbreitet. Aus diesem Cluster stehen noch fünf Testergebnisse aus, wie Schienbein mitteilte.

Von den sieben Fällen ist laut Kreisverwaltung eine Person verstorben, eine Person ist aus der Isolierung entlassen, gilt also als genesen. Drei Personen werden aktuell stationär im Krankenhaus behandelt - aber nicht auf der Intensivstation -, und zwei Personen befinden sich in häuslicher Isolierung.

Vier Tests aus anderen Clustern auf die Virus-Mutation waren laut Schienbein negativ. Eine Übersicht über die Gesamtzahl der Testungen auf Virus-Varianten liege der Kreisverwaltung nicht vor, da es dafür keine Meldepflicht gebe. Alle Patienten, die wegen einer Corona-Infektion in ein Krankenhaus aufgenommen werden, würden auf Mutationen getestet. Das
Gesundheitsamt veranlasse dies nur, wenn es ein verdächtiges Cluster gebe. Generell testeten Labore fünf Prozent der Proben auf Mutationen. Auch das Land Hessen hat keine komplette Übersicht, wie viele Corona-Fälle mit Virus-Mutationen aufgetreten sind, wie das Sozialministerium auf OP-Anfrage mitteilte.


  • Im Rahmen von Qualitätsprüfungen und Datenaktualisierungen des Gesundheitsamtes kann es vorkommen, dass bereits übermittelte Fälle im Nachhinein aktualisiert und korrigiert werden. Dadurch kann es zu Abweichungen bei der Differenz der im Vergleich zum Vortag gemeldeten Fällen kommen.