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Marburg 4 000 Menschen in Marburg sollen sich an Umfrage zur Sicherheit beteiligen
Marburg 4 000 Menschen in Marburg sollen sich an Umfrage zur Sicherheit beteiligen
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15:58 03.06.2020
Der Treppenaufgang am Marburger Oberstadtaufzug. Eine Studie soll unter anderem Aufschlüsse darüber liefern, wo sich Marburgerinnen und Marburger in ihrer Stadt sicher oder unsicher fühlen. Quelle: Thorsten Richter
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Marburg

„Wir müssen die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger ernst nehmen. Wenn Menschen sich fürchten und bestimmte Orte meiden, können diese Orte durch nachlassende Belebung dann tatsächlich unsicherer werden“, sagte Bürgermeister Wieland Stötzel bei der ersten Marburger Sicherheitskonferenz des KOMPASS-Programms im November 2019. Zum Start der repräsentativen Befragung führt der Ordnungsdezernent aus: „Unser Einsatz für die Sicherheit und für ein gutes Sicherheitsempfinden der Marburgerinnen und Marburger wirkt. Das zeigen sowohl aktuelle wissenschaftliche Untersuchungen, die im Rahmen des Projekts ,Einsicht – Marburg gegen Gewalt‘ vom Ordnungsamt und der Arbeitseinheit Sozialpsychologie der Philipps-Universität durchgeführt wurden als auch die jüngst veröffentlichte Polizeiliche Kriminalstatistik für das Stadtgebiet. Die Gesamtkriminalität in Marburg ist von 5 013 Straftaten in 2018 auf 4 837 gesunken. Besonders freut mich, dass im Vorjahr die Körperverletzungen von 594 auf 530 in 2019 zurückgegangen sind.“

„Die KOMPASS-Befragung mit einer sehr großen Stichprobe ist eine gute Chance, auch die Sichtweisen von Menschen zu erfahren, die wir mit unseren Beteiligungsprojekten bisher nicht erreicht haben“, betont Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies: „Je mehr Fragebögen ausgefüllt werden, desto besser können wir in Politik und Verwaltung unsere Arbeit nach den Bedürfnissen aller Marburger*innen ausrichten.“

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Die Befragung ist für die kommenden Wochen angesetzt. Rund 4 000 nach einem Zufallsverfahren ausgewählte Menschen ab 14 Jahren mit Erst- oder Zweitwohnsitz in Marburg werden dafür zu Sicherheitsthemen, eigenen Erlebnissen und Verbesserungswünschen befragt. Die Stichprobe ist repräsentativ zur Wohnbevölkerung in allen Marburger Stadtteilen. Alle Ausgewählten werden angeschrieben und darum gebeten, einen Online-Fragebogen auszufüllen. Sie bekommen einen Code zugeschickt und können sich damit auf der im Anschreiben genannten Homepage einloggen. Wer keinen Internetzugang hat oder den Fragebogen nicht online ausfüllen will, kann ihn sich in Papierform zuschicken lassen. Die Teilnahme an der Befragung ist anonym und freiwillig.

Der Fragebogen wurde unter Einbindung der Sozialpsychologen Professor Dr. Ulrich Wagner, wissenschaftlicher Leiter des Projekts „Einsicht“, und Johannes Maaser, Koordinator von „Einsicht“ im städtischen Fachbereich Öffentliche Sicherheit, Ordnung und Brandschutz, auf die Situation in Marburg angepasst. Dr. Britta Bannenberg, Professorin für Kriminologie der Justus-Liebig-Universität Gießen, hat das Konzept für die Befragung und den Fragebogen entwickelt. Im Herbst sollen die Ergebnisse der Befragung vorliegen. Diese werden dann bei weiteren Sicherheitskonferenzen diskutiert.

Von unseren Redakteuren

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