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Marburg 3U mit kräftigem Wachstum
Marburg 3U mit kräftigem Wachstum
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11:58 18.05.2020
Der Firmensitz der 3U Holding in Marburg. Quelle: Foto: Thorsten Richter
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Marburg

Die 3U Holding AG mit Sitz in Marburg hat laut eigenen Angaben den Konzernumsatz im ersten Quartal 2020 stark gesteigert. Er legte demnach mit 15,99 Millionen Euro im Vergleich zu 13,12 Millionen Euro im Vorjahresquartal um 21,8 Prozent zu.

Wachstumstreiber sei der Geschäftsbereich Cloud Computing gewesen – mit einem Plus von 56,2 Prozent. Der Onlinehandel sei um 16,0 Prozent gewachsen. Und: Auch der Geschäftsbereich Telekommunikation sei im ersten Quartal des Jahres erstmals wieder ausgebaut worden.

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Das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) erhöhte sich laut 3U um satte 40,9 Prozent auf 2,9 Millionen Euro – im Vorjahresquartal hatte es noch bei 2,09 Millionen Euro gelegen. Das Konzernergebnis stieg um 75,2 Prozent von 490 000 Euro im Vorjahresquartal auf aktuell 860 000 Euro.

Das Segment Informations- und Telekommunikationstechnik verzeichnete mit einem Anstieg um 26,4 Prozent von 3,44 Millionen Euro auf 4,35 Millionen Euro im ersten Quartal 2020 erstmals wieder einen Umsatzzuwachs gegenüber dem Vorjahrsquartal. Wichtigster Grund: Die Arbeit aus dem Homeoffice hat die Nachfrage nach Telekommunikationsleistungen nach oben getrieben.

Das Cloud-Computing-Geschäft in der Tochtergesellschaft weclapp wuchs im Vergleich zum ersten Quartal 2019 um 56,2 Prozent.

Das Segment Erneuerbare Energien erzielte laut 3U mit 3,54 Millionen Euro den höchsten Quartalsumsatz der vergangenen Geschäftsjahre. Dazu trug der zur Jahreswende erworbene Windpark Roge mit 840 000 Euro bei. „Aber auch ohne diesen Zukauf hätte das sehr gute Windaufkommen bei gleichzeitig hoher Sonneneinstrahlung den Segmentumsatz gegenüber dem bereits guten ersten Quartal 2019 erneut um 9,4 Prozent auf 2,64 Millionen Euro ansteigen lassen“, heißt es vonseiten der Holding.

Im Segment Sanitär, Heizungs- und Klimatechnik stieg der Umsatz um 13,3 Prozent auf 8,25 Millionen Euro. Dennoch sank das Ergebnis auf minus 460 000 Euro – Grund sei etwa eine gestiegene Materialaufwandsquote, außerdem habe man Aufwendungen im Zusammenhang mit der Optimierung und Erweiterung der Logistikkapazitäten im Vorfeld der Errichtung eines neuen Distributionszentrums gehabt.

Die Bilanzsumme erhöhte sich zum Quartalsstichtag auf 84,34 Millionen Euro – zum Jahresende waren es noch 80,48 Millionen Euro gewesen.

Der Vorstand bekräftigte seine Prognose. 2020 sollen Umsatzerlöse zwischen 58 Millionen und 63 Millionen Euro erzielt werden. Man rechne mit einem EBITDA zwischen 10 Millionen und 12 Millionen Euro. Das Konzernergebnis soll demnach zwischen 2 Millionen und 3 Millionen Euro liegen.

„Die zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie verordneten Beschränkungen setzen die Wirtschaft in Deutschland, Europa und weltweit erheblichen Verwerfungen aus“, verdeutlicht 3U-Vorstandssprecher Michael Schmidt. „Unsere Geschäftsmodelle tragen zur Bewältigung der Krise mit bei – wie die Telekommunikation und der Onlinehandel – oder sind von ihr nicht betroffen – wie die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien“, so Schmidt. Die aus der Covid-19-Pandemie resultierenden Risiken unterschätze man jedoch nicht. Allerdings erwarte das Unternehmen „nach dem Abflauen der Pandemie eine weltweite Intensivierung zur Digitalisierung von Geschäftsprozessen und sind dafür mit unserem Geschäftsbereich Cloud Computing bestens aufgestellt“, so Schmidt.

Von Andreas Schmidt

18.05.2020
18.05.2020
18.05.2020
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