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Marburg 3U: Mehr Umsatz, weniger Gewinn
Marburg 3U: Mehr Umsatz, weniger Gewinn
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14:58 14.03.2021
Die 3U Holding hat im vergangenen Geschäftsjahr den Umsatz kräftig gesteigert – der Gewinn sank jedoch.
Die 3U Holding hat im vergangenen Geschäftsjahr den Umsatz kräftig gesteigert – der Gewinn sank jedoch. Quelle: Thorsten Richter
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Marburg

Die 3U Holding AG hat laut eigenen Angaben die positive Entwicklung aus den Vorjahren im Geschäftsjahr 2020 beschleunigt fortgesetzt. Demnach erzielte der Konzern nach vorläufigen, ungeprüften Zahlen einen Umsatz in Höhe von rund 61,05 Millionen Euro – ein Plus von 18,7 Prozent zum Vorjahr, als der Umsatz noch bei 51,45 Millionen Euro lag. „Die Anfang März 2020 veröffentlichte Prognose wurde in vollem Umfang erfüllt“, teilt das Unternehmen mit.

3U nur teilweise von der Corona-Pandemie beeinträchtigt

Haupttreiber waren demnach die Geschäftsbereiche Cloud Computing und Onlinehandel. Die Covid-19-Pandemie und die Maßnahmen zu ihrer Bekämpfung hätten 3U nur punktuell beeinträchtigt. Vielmehr habe die aufgrund von Kontakt- und Reisebeschränkungen höhere Nachfrage nach Telekommunikationsleistungen auch zu Wachstum im Geschäftsbereich Telekommunikation geführt.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls deutlich: Es stieg um gut 14 Prozent von 10,1 Millionen Euro auf 11,55 Millionen Euro. Dazu habe der Ausbau der Geschäftstätigkeiten im Konzern in Verbindung mit einer geringeren Materialaufwandsquote geführt. Und: Auch habe 3U niedrigere Personalkosten und sonstige Aufwendungen gehabt.

Konzernergebnis niedriger als im Geschäftsjahr 2019

Das Konzernergebnis fiel dennoch niedriger aus, als noch im Geschäftsjahr 2019: Es erreichte rund 3,27 Millionen Euro – und lag damit gut 20 Prozent unter dem Vorjahresergebnis von 4,09 Millionen Euro. Die Gründe dafür laut 3U: Höhere Abschreibungen und ein höherer Steueraufwand. Der Gewinn entspreche einem Ergebnis pro Aktie (unverwässert) von neun Cent – nach zwölf Cent im Vorjahr.

Im vierten Quartal des Geschäftsjahrs 2020 habe 3U den Windpark Lüdersdorf verkauft sowie – im Zuge der Konzentration auf die strategischen Schwerpunkte – die Beteiligung an der ClimaLevel Energiesysteme GmbH veräußert. Daher sei der Konzern „von einer niedrigeren Ausgangsbasis ins Geschäftsjahr 2021“ gestartet, hieß es.

Konzernumsatz auf dem Niveau des Vorjahres

Der Vorstand erwarte vor diesem Hintergrund für das laufende Geschäftsjahr einen Konzernumsatz auf dem Niveau des Vorjahres. Das Fehlen der Erlöse aus den veräußerten Beteiligungen werde durch das starke Wachstum der verbleibenden Unternehmensbereiche voraussichtlich nicht vollständig kompensiert.

2021 sollen Umsatzerlöse zwischen 58 und 63 Millionen Euro erzielt werden. Außerdem seien Erträge „im einstelligen Millionenbereich“ aus der Veräußerung von Vermögenswerten in die Planung eingeflossen. Beim EBITDA rechnet der Vorstand angesichts eingeleiteter, aber nicht näher spezifizierter, Maßnahmen zur Ertragsstärkung und dem steigenden Anteil margenstärkeren Geschäfts mit einem leicht höheren Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern zwischen 11 und 13 Millionen Euro.

Plan: Dividende in Höhe von fünf Cent je Aktie

Die Ergebnis-Prognose liege daher zwischen 2 und 4 Millionen Euro. Angesichts der weiter positiven Geschäftsentwicklung im Konzern wollen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung voraussichtlich vorschlagen, eine Dividende in Höhe von fünf Cent je Aktie auszuschütten. Die Dividende würde aus dem steuerlichen Einlagenkonto ohne Steuerabzug ausgezahlt.

Von unseren Redakteuren