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Marburg Gastronomie steht unter Kontrolle
Marburg Gastronomie steht unter Kontrolle
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19:00 20.11.2021
„Eintritt nur mit Maske“ und der Hinweis auf 2G am Eingang zu einem Café. Die Gastronomie wird auch in unserem Landkreis auf Einhaltung der Corona-Regeln kontrolliert.
„Eintritt nur mit Maske“ und der Hinweis auf 2G am Eingang zu einem Café. Die Gastronomie wird auch in unserem Landkreis auf Einhaltung der Corona-Regeln kontrolliert. Quelle: Soeren Stache
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Marburg

Im Frühjahr lockerte die Landesregierung die Auflagen für die gastronomischen Betriebe – erst im Freien, später auch in den Lokalen.

Mit Maske ins Lokal, ohne an den Tischen, die Bediensteten servieren mit Mund-Nase-Schutz, der G-Status der Gäste ist zu überprüfen, die Anwesenheit ist zu erfassen – es gab und gibt vieles, was die Gastronomen beachten müssen.

Und sie blieben nicht unbeobachtet. Die Mitarbeiter der Ordnungsämter kontrollierten das Einhalten der Regeln entweder stichprobenartig oder auf Hinweise oder gar Anzeigen hin. Stellten sie einen Verstoß fest, erfolgte eine Meldung an die Kreisverwaltung, die über das Gesundheitsamt für das Verschicken von Bußgeldbescheiden zuständig ist.

Strafen bis zu 2000 Euro

Wie viele Verstöße es insgesamt gab, ist nicht erfasst, da es gerade zu Beginn der Lockerung in vielen Fällen bei einer Belehrung der Gastronomen durch die Mitarbeiter des Ordnungsamtes blieb. Dennoch verließen vier Bußgeldbescheide das Landratsamt, berichtete Pressesprecher Stephan Schienbein auf Anfrage der OP.

Die verhängten Strafen reichten von 500 bis 2 000 Euro und ergeben eine Gesamtsumme von 4 000 Euro. Diese ergibt sich daraus, dass es unter den erwischten Gastronomen auch Wiederholungstäter gibt. „In solchen Fällen werden die Bußgelder gegenüber dem Erstverstoß verdoppelt“, erklärt Schienbein.

Es erscheint aber möglich, dass bei den derzeit zunehmenden Infektionszahlen und den verschärften Auflagen, das ein oder andere Bußgeld hinzukommt. So kündigte das Ordnungsamt der Stadt Marburg Ende vergangener Woche an, mit zehn Mitarbeitern die Gaststätten und Restaurants täglich verstärkt zu kontrollieren.

Kein Bußgeld in Gladenbach

Etwas anders sieht die Situation im Umland aus. „Wir sind personell nicht so stark aufgestellt, dass wir im großen Umfang kontrollieren konnten“, räumt Gladenbachs Bürgermeister Peter Kremer ein.

Was bisher deshalb nur sporadisch erfolgte, müsse nun aber verstärkt erfolgen, ergänzt Kremer. Bisher erfolgten Kontrollen auch „anlassbezogen“, heißt auf Hinweis aus der Bevölkerung, ein Bußgeld sei im Stadtgebiet aber bisher nicht verhängt worden, berichtet der Bürgermeister der Hinterlandstadt. Im Ostkreis tat sich dagegen Stadtallendorf bereits zu Beginn der Pandemie durch strikte und intensive Kontrollen in der Gastronomie sowie im Einzelhandel hervor.

Den Weg verfolgt die zweitgrößte Stadt des Landkreises offenbar weiter.

In den zurückliegenden beiden Wochen sei das Ordnungsamt in zahlreichen Gastronomiebetrieben gewesen, berichtet Bürgermeister Christian Somogyi der OP. Dabei sei es zunächst darum gegangen, über das Anwenden der Regeln – also 2G wie auch 3G – zu informieren. Dabei kam es laut Somogyi auch zum Einleiten von Bußgeldverfahren.

Seit dieser Woche verschärften die Stadtallendorfer Ordnungsbehörden ihre Kontrollen. Unterstützung bekomme die Stadt dabei durch die Polizei, was sehr gut funktioniere. „Personell sehe ich uns sehr gut aufgestellt im Moment“, erklärt Somogyi. Die Kontrolle der Corona-Regeln hätte wieder Priorität. Bei ihren ersten Besuchen in den Betrieben machten die Vertreter der Ordnungsbehörden schon klar, dass sie das Einhalten der Vorgaben überwachen werden.

Von Gianfranco Fain

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