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Marburg 21 Chihuahuas im Tierheim Cappel
Marburg 21 Chihuahuas im Tierheim Cappel
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16:51 19.03.2018
65 Chihuahuas wurden aus einer Massenzucht in Mittelhessen gerettet. 21 von ihnen sind im Tierheim Cappel untergebracht. Quelle: Archivbild
Marburg

In einem Haus in Mittelhessen waren 79 Hunde eingesperrt. Wie der Tierschutzverein Gießen und Umgebung e.V. mitteilte, hatten die Besitzer den Überblick über die Tiere verloren, die sich völlig unkontrolliert vermehrten. Am vergangenen Donnerstag sei man gebeten worden, 15 Chihuahuas aufzunehmen, sagte am Samstag Sara Becker, die Sprecherin des Vereins. Stattdessen habe ein Transporter dann 65 Hunde geliefert. "Ich habe bei 25 Tieren aufgehört zu zählen." Inzwischen wisse man, dass die Besitzer 79 Hunde in ihrem Haus in Mittelhessen gehalten hatten. Hier erfahren Sie mehr zu den Haltern, die das Haus inzwischen in einem furchtbaren Zustand hinterlassen haben. (Der Artikel ist nach Anmeldung für OP-Leser zugänglich.)

Die Tiere seien in unterschiedlichen Zuständen. "Leider sind auch einige Welpen dabei, die in dem Chaos den Kontakt zu ihren Elterntieren verloren haben", sagte Becker. Die Hunde seien nun in Quarantäne, in drei bis vier Wochen könne man beginnen, sie zu vermitteln. Untergebracht wurden sie in die Tierheime in Gießen, Alsfeld und Marburg. Unter ihnen waren viele Hundemütter mit ihren Welpen, einige davon noch mit geschlossenen Augen. Die Welpen sind tierärztlich untergebracht, offensichtlich tragende und säugende Tiere sind im Tierheim Gießen geblieben.

Tiere zeigen neurologische Ausfälle

21 Tiere werden derzeit im Tierheim Cappel versorgt. Auf der Facebook-Seite des Vereins beschreiben Mitarbeiter den Zustand einiger Tiere wie folgt: "Sie lebten verwahrlost in ihrem eigenen Dreck ohne ausreichende Grundversorgung und der Zustand der drei Kleinen ist nicht gut: Sie sind verstört, verängstigt, gesundheitlich sehr angeschlagen und zeigen neurologische Auffälligkeiten - schwankendes Laufen, Umkippen der Hinterläufe und andere Auffälligkeiten. Jetzt wird ihnen geholfen: Sie werden zunächst verpflegt und natürlich auch tierärztlich untersucht und versorgt." Bei den weiblichen Tieren wird derzeit unter anderem kontrolliert, ob sie auch tragend sind.

Das Tierheim weist darauf hin, "dass zum aktuellen Zeitpunkt kein Besuch der Chihuahuas gestattet ist. Dies geschieht in Absprache mit dem Veterinäramt und zum Wohl der Tiere." Wer dem Verein mit Futterspenden helfen will, kann diese gerne täglich zwischen 9 und 12 sowie 14 und 16 Uhr nach Cappel bringen, am Wochenende auch bis 17 Uhr.

von Katja Peters und unserer Agentur