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Marburg „2021 steht für Hoffnung“
Marburg „2021 steht für Hoffnung“
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10:03 06.01.2021
Viele Teilnehmer der OP-Umfrage hoffen, dass Corona bald besiegt ist.  Quelle: Archivfoto: Britta Pedersen/dpa
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Die Wünsche für 2021 sind zahlreich und doch so ganz anders als jene, die man zum Jahreswechsel normalerweise so hört. Mehr Geld, endlich die Beförderung, das dicke Auto, der Luxusurlaub? Eher nicht. Genügsamer sind sie nach dem ersten Pandemie-Jahr geworden, realistischer, mit Fokus auf Gesundheit, auf andere Menschen – auf das Wesentliche eben.

Die OP hat ihre Leser gefragt: Was wünschen Sie sich für 2021? Und die Wünsche und Hoffnungen sind zahlreich und natürlich von Corona gezeichnet, von Erfahrungen aus einem Jahr, das viele schnell wieder vergessen möchten. Also auf ein besseres Jahr, ein gesundes Jahr, ein halbwegs normales Jahr.

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Das wünscht sich etwa auch Erna Dürrfelder-Bromm aus Marburg: „Ich hoffe einfach nur, dass dieses Corona endlich weggeht. Außerdem hoffe ich, dass es nicht mehr so viele Unwetter gibt – die waren immer sehr schlimm“, berichtet sie.

So wie auch Petra Wellner: „Ich hoffe erstmal nur, dass wir alle wieder langsam zur Normalität zurückkehren können. Sonst erhoffe ich mir nur, dass wir alle gesund bleiben.“

Melanie Hedderich aus Roßberg: „Ich wünsche mir einfach ein normales Leben zurück, bei dem man nicht mehr an die Maske denken muss und wieder zur Gymnastik gehen kann. Sonst wünsche ich mir, dass ich mich wieder mit Freunden treffen kann.“ Sie freut sich darauf, „wieder in den normalen ‚Alltag‘ zurückzukommen und jemandem wieder die Hand geben zu können“.

Auf den Punkt bringt es auch Danica Rausch aus Roßdorf: „Ich wünsche mir, dass ich glücklich bin und mir weniger Sorgen um alles mache. Und ich freue mich darauf, dass ich hoffentlich bald wieder etwas mit meinen Freunden unternehmen kann und jeder mehr zu schätzen weiß, was er hat.“

Etwas unternehmen steht bei vielen Lockdown-Geplagten im Fokus. Etwa bei Christian Diehl aus Wetter: „Ich möchte in 2021 am liebsten mal wieder ausgehen können – das kann das Restaurant oder auch der kleine, popelige Dorfmarkt sein, das ist total egal.“

Meilin Dietrich aus Kirchhain: „Ich freue mich darauf, dass man sich irgendwann wieder mit mehreren Menschen sicher treffen kann und dass Restaurants und Cafés wieder geöffnet sind.“ Und eines liegt der 25-Jährigen besonders am Herzen: „Ich freue mich darauf, Menschen wieder spontan und ohne Risiko umarmen zu können.“

Auch Susanne Wettlaufer aus Neustadt sieht es realistisch: „Ich wünsche mir, dass ich und meine Familie gesund bleiben – und ich weiterhin meinen tollen Job (im Vorzimmer des Bürgermeisters, d. Red.) ausüben kann. Eigentlich bin ich sehr zufrieden – die Gesundheit ist am wichtigsten.“

Und Ulla Vaupel, Vorsitzende des Kultur- und Fördervereins Alte Kirche in Niederweimar, wünscht sich, dass es vielleicht später im Jahr wieder möglich wird, Veranstaltungen auszurichten. „Wir werden kein Risiko eingehen und müssen entsprechend abwarten, wie sich die Sache mit Corona in diesem Jahr entwickelt. Vielleicht ist ja im Sommer auch was Open Air im Garten möglich.“

Ralf Ruckert aus Sterzhausen hat als Pfarrer einen spontanen Wunsch: Dass es wieder möglich sein wird, „156“ gemeinsam zu singen. „Das ist das Lied, das oft am Anfang eines Gottesdienstes gesungen wird“, erläutert er. Das fehle ihm schon sehr. Und als Familienvater wünscht er sich, dass „die Unheimlichkeit, die mit dem Coronavirus einhergeht, bald verschwindet“.

Einen Doppelwunsch für ihre Mitmenschen hat Isa Brelowski, Koordinatorin der Bürgerhilfe Lahntal: „Dass sich mehr Menschen dazu entschließen, bei der Bürgerhilfe mitzuwirken und dass sich die Menschen, die Hilfe brauchen, auch wirklich bei uns melden. Wir können so viel möglich machen.“

Hans Jung aus Caldern sagt: „Ich hoffe darauf, dass die Pandemie bald so weit eingedämmt werden kann, dass wieder kleinere Geschäfte öffnen können, vor allem die, die für den Körper Dienstleistungen anbieten, etwa Friseure.“

Stefanie Haase, Buchhändlerin aus Kirchhain, freut sich darauf, wenn sie ihren Laden wieder öffnen darf. Noch wichtiger ist ihr aber, dass die Corona-Fallzahlen bald und dann auch dauerhaft sinken, „damit wirklich alle auch gesund bleiben“, betont die 48-Jährige.

Svetlana Essert aus Marburg sagt: „Ich wünsche mir in erster Linie Gesundheit und dass ich 2021 wieder uneingeschränkt Zeit mit meiner Familie, Freunden und Bekannten, besonders mit meiner Enkelin, verbringen kann.“

Christina Auer aus Alsfeld wünscht sich nichts für sich selber, sondern „dass meine Familie und Freunde und alle Bekannten dieses Jahr jede Menge Glück, Gesundheit und Erfolg haben“.

„2021 steht für Hoffnung“

Dafür drückt auch Chris Geisel aus Ebsdorfergrund die Daumen, denn für ihn „steht 2021 für Hoffnung“. Für einige Menschen in seinem Umfeld steht auch eine berufliche Veränderung an, „auch hier wünsche ich viel Glück“.

Björn Rose wirft einen Blick auf große Themen: „Ich wünsche mir, dass jeder Mensch endlich von seiner Arbeit leben kann. Zudem, dass man die Fluchtursachen vor Ort bekämpft und eine gerechte Entlohnung für alle pflegenden Angehörigen.“

Lea Feldpausch aus Stadtallendorf denkt an den Wald: „Ein Wunsch für 2021 ist, dass die Verantwortlichen aus Politik und aus Unternehmen zu einem Umdenken kommen und die Autobahn nicht durch den Dannenröder Forst bauen lassen.“

„Wir wünschen uns neben Glück und Gesundheit wieder mehr Zeit mit meinen lieben Kindern, Enkelkindern und Freunden zu verbringen und bald wieder arbeiten zu dürfen“, hofft Margitta Ruhl-Fischer aus Kirchhain.

Lukas Prexler aus Altenvers freut sich „auf den Sommer und auf gemeinsame Grillabende und ich wünsche mir, dass meine Familie und meine Freunde gesund bleiben und ich bald wieder einen schönen Urlaub machen kann“.

Julia Schwick aus Cölbe hat eine klare Botschaft: „Ich wünsche mir für 2021, dass die Menschen wieder ihren Verstand und ihr Bauchgefühl nutzen, um für das Gemeinwohl und die eigenen Interessen einzustehen. Das differenzierte Betrachten eines Themas wäre erstrebenswert statt hinter allem die große Verschwörung zu vermuten und in sozialen Netzwerken Hass zu verbreiten. Mehr denken, weniger posten!“

Und auch Uli Kring aus Amöneburg appelliert an alle Menschen und wünscht sich für dieses Jahr „mehr Respekt und Solidarität auf allen Ebenen“.

Von Ina Tannert, Götz Schaub, Michael Rinde, Florian Lerchbacher

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