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Marburg Schlag gegen Drogen-Kriminalität
Marburg Schlag gegen Drogen-Kriminalität
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15:57 29.04.2022
13 Festnahmen - Geld, Autos, Betäubungsmittel und Datenträger beschlagnahmt Großeinsatz der Staatsanwaltschaft Marburg und Kriminalpolizei Marburg gegen Drogen-Kriminalität.
Großeinsatz der Staatsanwaltschaft Marburg und Kriminalpolizei Marburg gegen Drogen-Kriminalität. Unter anderem wurde Geld beschlagnahmt.  Quelle: Polizei
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Marburg

Wie die Staatsanwaltschaft Marburg und die Polizei Marburg-Biedenkopf in einer gemeinsamen Erklärung am Freitag (29. April) mitteilen, stellten die Beamten unter anderem etwa 10 Kilogramm Betäubungsmittel (Cannabis, Amphetamin und Kokain), mehr als 63.000 Euro Bargeld, drei Autos, 42 verschiedene Datenträger sowie umfangreiches Equipment zur Impfpassfälschung als Beweismittel sicher.

Darüber hinaus händigten die Ermittler Beschlüsse über sogenannte "dingliche Arreste" im Gesamtwert von etwa 220.000 Euro an zwei der Beschuldigten aus, was zur Sperrung und Pfändung sämtlicher Konten und Vermögenswerte der beiden führt.

Mehr als 120 Einsatzkräfte

Der Zugriff durch die mehr als 120 beteiligten Beamtinnen und Beamten, die aus sämtlichen Dienststellen der Polizeidirektion Marburg-Biedenkopf, des Polizeipräsidiums Frankfurt sowie aus der zentralen Kriminalinspektion des Polizeipräsidiums Mittelhessen und der Bereitschaftspolizei herangezogen wurden, erfolgte zeitgleich am Morgen des 27. April an 16 Orten überwiegend im Landkreis Marburg-Biedenkopf, aber auch im Kreis Gießen, im Lahn-Dill-Kreis sowie in Frankfurt. Im Landkreis Marburg-Biedenkopf durchsuchten die Einsatzkräfte Objekte in Marburg und seinen Stadtteilen sowie in Gladenbach.

Bei den vorläufig Festgenommenen im Alter von 22 bis 36 Jahren handelt es sich überwiegend um polizeibekannte Personen. Gegen zwei der
festgenommenen Beschuldigten wurden bereits im Vorfeld durch das Amtsgericht Marburg auf Antrag der Staatsanwaltschaft Marburg Haftbefehle wegen des dringenden Tatverdachts des Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringen Mengen und des Haftgrundes der Fluchtgefahr erlassen.

Diese Haftbefehle wurden sofort vollstreckt. Die beiden Beschuldigten wurden am Mittwoch (27. April) dem zuständigen Richter am Amtsgericht Marburg vorgeführt, der den Vollzug der Untersuchungshaft anordnete. Gegen zwei weitere der vorläufig festgenommenen Beschuldigten wurde am Donnerstag (28. April) von der Staatsanwaltschaft Marburg der Erlass von Untersuchungshaftbefehlen ebenfalls wegen des dringenden
Tatverdachts des Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge und des Haftgrundes der Flucht- beziehungsweise Wiederholungsgefahr beantragt, welche von der zuständigen Richterin des Amtsgerichts Marburg antragsgemäß erlassen und in Vollzug gesetzt wurden. Die vier Beschuldigten befinden sich in Untersuchungshaft.

Die übrigen Beschuldigten wurden nach Durchführung der polizeilichen Maßnahmen entlassen. Haftgründe lagen insoweit nicht vor. Die
Ermittlungen sowie die Auswertung des sichergestellten umfangreichen Beweismaterials dauern an.

Umfangreiche Ermittlungen

Wie es in der Mitteilung weiter heißt, gingen dem Großeinsatz seit mehreren Monaten andauernde intensive und aufwändige Ermittlungen wegen des Verdachts des unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringen Mengen voraus, die zur Identifizierung von mehr als einem Dutzend Tatverdächtigen führten. Den Beschuldigten liegt zur Last, teils eigenständig, als auch zum Teil in gemeinsamen Strukturen, in mehr als 70 Fällen mit Betäubungsmitteln in nicht geringen Mengen gehandelt zu haben.

Es besteht der Verdacht, dass sie mindestens 250 Kilogramm verschiedener Betäubungsmittel umsetzten und dadurch Gelder in Höhe von mindestens 250.000 Euro erlösten. Aufgrund der Ermittlungsergebnisse erließ das Amtsgericht Marburg die von der Staatsanwaltschaft Marburg beantragten Durchsuchungsbeschlüsse für insgesamt zwanzig Objekte an 16 Orten, die schließlich mit dem groß angelegten Einsatz am Mittwochmorgen vollstreckt wurden.

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