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Südkreis Zehn Freunde geben alles für ihren Verein
Landkreis Südkreis Zehn Freunde geben alles für ihren Verein
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15:58 14.10.2020
Der Vorsitzende des SV Beltershausen, Andreas Rautäschlein (Zweiter von links), mit acht der zehn fleißigen Helfer. Von links: Heinz Schmidt, Heinrich Happel, Dieter Kraft, Konrad Braun, Heinrich Hoß, Hans Happel, Heinz Hofmann und Robert Köhler. Es fehlen Dieter Britschock und Heinrich Niwa. Quelle: Foto: Götz Schaub
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Beltershausen

Plötzlich steht da mal eine Garage, die als Geräteraum genutzt werden kann. Dann sind da quasi über Nacht zwei neue Bänke an der Grillhütte zu bestaunen und natürlich auch zu nutzen. Und überhaupt, wer hat hier wieder so fantastisch aufgeräumt? Der SV Beltershausen kann sich sehr glücklich schätzen. Er verfügt über Vereinsmitglieder im besten Rentenalter, denen es einfach in den Händen kribbelt, die sich noch gewinnbringend für alle einsetzen wollen. Zusammen sind es zehn Männer, zehn Freunde. Neun von ihnen haben selbst als junge Männer für den SV gegen den Ball getreten. Der Zehnte ist ein Auswärtiger, der in Beltershausen eingeheiratet hat – muss es ja auch mal geben, ein bisschen frisches Blut fürs Dorf, lässt er verlauten, die anderen quittieren es mit einem Lachen. Ja, so sind die Männer, eine lustige Truppe, die sich versteht und die auch was kann und macht.

„Hier hat jeder eine Begabung und Werkzeuge, die gebraucht werden“, meint Konrad Braun. Seit 2016 sind die Männer auf dem Gelände aktiv. Andreas Rautäschlein, Vorsitzender des Vereins, findet es toll, was die Männer leisten. „Wir lieben natürlich auch die Geselligkeit, aber wenn wir uns schon treffen, dann können wir auch ein bisschen was arbeiten“, meint Robert Köhler.

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Und die Liste der Arbeiten ist lang. Als sie 2019 damit anfingen, das Sportheim zu sanieren, begann Braun auch damit, die geleisteten Arbeitsstunden mal aufzuschreiben. In 259 Stunden wurde die Heimkabine auf Vordermann gebracht, dann folgte der Gaststättenraum mit 232 Stunden. Auch die Gästekabine, der Durchgang und der Heizraum wurden restauriert. So fielen 654 Stunden an.

In diesem Jahr – trotz Corona – wurden immerhin schon 352 Stunden abgeleistet. Sehr oft nur in Kleingruppen, bei Arbeiten im Freien waren es dann mehrere.

Gerade am Grillplatz, der etwas abseits und erhöht vom Sportplatz liegt und für sich ein schönes Freizeitgelände bildet, wurde gearbeitet. jetzt gibt es da auch einen neuen gemauerten Grill. Nicht nur für die Fußballer, sondern für alle Beltershäuser, das ist Rautäschlein wichtig zu erwähnen. Ja, recht hat er, einen so schönen Platz teilt man doch gerne.

Corona-konforme Trauung auf dem Sportplatz-Rasen

Die Männer halten alles in Schuss, der Vorsitzende übernimmt die Anfragen von den anderen Vereinen und Mitbürgern. So wird das in Beltershausen gemacht. In Corona-Zeiten zeigte man sich auch in anderen Angelegenheiten hilfsbereit.

So fand auf dem Rasen des Sportplatzes eine Trauung statt. Späterhin diente dann das Areal um die Grillhütte als Feierplatz. Die Arbeiten der Männer reichen vom Rasenmähen bis Beton mischen und Wandputzarbeiten. Im Gemeinschaftsraum im Vereinsheim wurde die Holzdecke herausgenommen, alles heller und freundlicher gestaltet. Nur ganz selten brauchen sie auch mal Hilfe, etwa bei der Heizungserneuerung von Lutz Deubert Heizungsbau und Sanitärinstallation aus Dreihausen sowie von Elektro-Schnabel, ebenfalls aus Dreihausen, oder vom Architekturbüro Albert Mengel aus Beltershausen. Letzterer ist aber auch Ehrenmitglied im Verein.

Die jetzigen Spieler des SV wissen die Arbeit der „Rentner-Gang“ sehr wohl zu schätzen und suchen auch den Kontakt zu ihnen. Darüber freuen sich wiederum die zehn Männer. So herrscht im Verein auch eine angenehme generationsübergreifende Atmosphäre, die alle gerne zum SV kommen lässt.

Wer einmal durch das Sportheim geht sieht bereits viele Veränderungen, die allesamt als gelungen anzusehen sind. Er sieht aber auch noch „Arbeit“. Ja, da schlummert noch einiges an Arbeit. Aber dafür sind ja die zehn Freunde da. Und sie freuen sich darauf, sich weiter einbringen zu können. Wer eigentlich jetzt genau? Also, die können wir hier gerne mal aufzählen. Das sind die zehn: Heinz Schmidt, Heinrich Happel, Dieter Kraft, Konrad Braun, Heinrich Hoß, Hans Happel, Heinz Hofmann, Robert Köhler, Dieter Britschock und Heinrich Niwa.

Von Götz Schaub