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Südkreis Bürgermeisterwahl in Weimar: Peter Eidam tritt nicht erneut an
Landkreis Südkreis Bürgermeisterwahl in Weimar: Peter Eidam tritt nicht erneut an
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12:14 11.05.2022
Er übergibt das Weimarer Rathaus im nächsten Jahr: Bürgermeister Peter Eidam tritt zur Bürgermeisterwahl im September nicht erneut als Kandidat an.
Er übergibt das Weimarer Rathaus im nächsten Jahr: Bürgermeister Peter Eidam tritt zur Bürgermeisterwahl im September nicht erneut als Kandidat an. Quelle: Ina Tannert
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Niederweimar

Seit fast zwölf Jahren ist Peter Eidam Bürgermeister der Gemeinde Weimar und nach zwei Amtszeiten ist nun Schluss. Der 59 Jahre alte, parteilose Rathauschef wird zur Bürgermeisterwahl am 25. September nicht erneut antreten. Ab dem Jahr 2023 ist er damit nicht mehr im Amt.

Für diese Entscheidung habe er sich bewusst etwas mehr Bedenkzeit genommen, „ich habe mich nun nach langer und guter Überlegung dazu entschlossen, nicht mehr anzutreten“, teilt Eidam im OP-Gespräch mit. Er kam im Jahr 2010 ins Amt, wurde dann 2016 mit fast 87 Prozent Zustimmung wieder gewählt. Rückblickend sagt der Bürgermeister heute zufrieden: „Ich habe mir damals vorgenommen, das zwölf Jahre zu machen, und das ist mir gelungen.“ Dieses erreichte Ziel und gewissermaßen auch ein neuer Lebensabschnitt hätten zu dem Entschluss geführt, „ich werde jetzt 60 und da denkt man anders über die Dinge, als mit 40 oder 50 Jahren“. Es sei eben an der Zeit, was aber nicht bedeute, dass er das Amt bereits satthabe, er werde vielmehr immer wieder darin bestärkt, „wie wichtig es ist, als Bürgermeister Dinge gestalten zu können“. Das habe ihm bei der Umsetzung von wichtigen Projekten in der Gemeinde immer Freude bereitet. Darunter der Aufbau des Freilichtmuseums Zeiteninsel, das ihn schon die gesamten zwei Amtszeiten hindurch begleitet. Oder zuletzt die kleine Einkaufsmeile rund um den neu gebauten Aldi-Markt in Niederweimar, ebenso das laufende Projekt „Älter werden in Weimar“.

Unaufgeregter, sachlicher Politikstil

Eidam steht für einen eher unaufgeregten, sachlichen Politikstil – in dem Sinne sei er immer froh gewesen, dass es auch in der Gemeindevertretung oder im Gemeindevorstand nie wirklich zu ausufernden Reibereien gekommen sei. „Es herrscht ein guter Umgangston in den politischen Gremien“ – für ihn eine „weitere Errungenschaft der letzten Jahre“. Nichtsdestotrotz gab es in Weimar einige harte Diskussionen um bestimmte Themen, allen voran die umstrittene Logistikhalle zwischen Wenkbach und Niederwalgern. Gerade bei diesem sensiblen Punkt sei es ihm wichtig gewesen, präsent zu sein, „das ist wichtig, man muss mit den Leuten in Kontakt bleiben, auch wenn man es nicht jedem recht machen kann“.

Möchte er nun bis zum Jahresende noch unbedingt etwas bestimmtes umsetzen? Ja, und zwar den trotz Sanierung der Ortsdurchfahrt von Niederweimar noch immer fehlenden Kreisverkehr – den wolle er zu gerne noch im Amt realisiert sehen, „den versuche ich noch in die Ausschreibung zu bringen“.

Oder zumindest gut vorbereitet an einen Nachfolger zu übergeben. Was das angeht, hat bislang mit Jens Weller von der SPD nur ein Bürgermeisterkandidat offiziell seine Kandidatur bekannt gegeben.

Von Ina Tannert

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