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Südkreis Von der neuen Heimat hoch hinaus über die alte
Landkreis Südkreis Von der neuen Heimat hoch hinaus über die alte
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15:00 15.04.2022
Der Raum der Jugendgruppe im Gemeindezentrum Niederweimar ist schön ausgestattet und lädt dazu ein, dort gemeinsam Zeit zu verbringen. Pfarrerin Annette Bartsch bleiben viele schöne Erinnerungen an die Zeit in Niederweimar.
Der Raum der Jugendgruppe im Gemeindezentrum Niederweimar ist schön ausgestattet und lädt dazu ein, dort gemeinsam Zeit zu verbringen. Pfarrerin Annette Bartsch bleiben viele schöne Erinnerungen an die Zeit in Niederweimar. Quelle: Foto: Götz Schaub
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Niederweimar

Annette Bartsch wechselt die Seiten in dieser Zeitung. Als Pfarrerin wird sie nach diesem Artikel nicht mehr unter Südkreis, sondern unter Nordkreis zu finden sein. Nach etwas mehr als 20 Jahren sucht sie noch einmal eine neue Herausforderung in einem anderen Kirchspiel. Es sollte Schönstadt werden.

Das ist nicht mehr in der Gemeinde Weimar, sondern in der Gemeinde Cölbe, aber durchaus noch im Landkreis Marburg-Biedenkopf. Doch wiederum in einem anderen Kirchenkreis innerhalb der Landeskirche Kurhessen-Waldeck. Jetzt gehört sie also nicht mehr zum Kirchenkreis Marburg, sondern zum Kirchenkreis Kirchhain.

Neue Impulse 

„Ich gebe zu, ich bin mit einem weinenden, aber auch mit einem lachenden Auge gegangen“, sagt Annette Barsch. Sie hätte in Niederweimar und Gisselberg weiter wirken können, aber sie spürte, dass sie für sich noch einmal neue Impulse brauchte. Nach verflogener Überraschung in der angestammten Kirchengemeinde wurde ihrer Entscheidung doch viel Verständnis entgegengebracht. Wie sehr Annette Bartsch in Niederweimar und Gisselberg und auch in früheren Zeiten bis zur Neueinteilung der Kirchspiele in Cyriaxweimar gemocht wurde, drückte sich in dem sehr gut und klug überlegten Abschiedsgeschenk des Kirchenvorstandes aus: Sie darf vom Flugplatz Schönstadt aus einen einstündigen Rundflug unternehmen und dabei nicht nur ihre neue Kirchengemeinde aus der Luft kennenlernen, sondern auch ihre alte noch einmal von oben genießen.

Annette Bartsch weiß, dass 20 Jahre eine sehr lange Zeit sind. Sie sagt: „Nachdem ich mich immer wieder gefragt habe, wie ich all das, was mir in den Begegnungen, den Unterrichtsstunden und Freizeiten, den miteinander bewältigten Wegstrecken, den leichten und schweren Momenten, den Besonderheiten und Alltagsgeschäften wichtig war, in einer Predigt zum Abschied ausdrücken kann, habe ich über das Lied „Eingeladen zum Fest des Glaubens“ gesprochen.

Abschied im Gemeindezentrum

Das Lied erzählt von Menschen, die vor 2000 Jahren Jesus erleben. Sie lassen sich von ihm in die Gemeinschaft der Kinder Gottes rufen und geben dann selbst diese wunderbare Einladung an andere Menschen weiter.

In der letzten Strophe wird das Lied zu einer aktuellen Zeitansage und erzählt von den Menschen heute, von denen, die heute den Spuren Jesu folgen. Uns allen gilt die Botschaft, dass wir eingeladen sind zum Fest des Glaubens und dass es Menschen braucht, die diese Einladung weitersagen – egal an welchem Ort.“

Viele wohnten dieser Predigt im Gemeindezentrum bei. Nach den Corona-Vorgaben waren alle möglichen Plätze beim Abschiedsgottesdienst besetzt. Nun also Schönstadt mit Schwarzenborn und Reddehausen als Nachfolgerin von Pfarrer Michael Fröhlich.

Von Götz Schaub