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Südkreis Weltordnung soll Sache aller Ländern sein
Landkreis Südkreis Weltordnung soll Sache aller Ländern sein
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14:00 02.04.2021
Screenshot von der neuen Homepage des Vereins „Imbuto“.
Screenshot von der neuen Homepage des Vereins „Imbuto“. Quelle: Screenshot: Tobias Hirsch
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Fronhausen

Der Verein „Imbuto“ mit Sitz in Fronhausen wird in diesem Jahr, genauer gesagt in diesem Monat 20 Jahre alt. Ziel des lokal und überregional agierenden Vereins ist es zum einen, über politische Bildungsarbeit auf nationaler und internationaler Ebene zur Förderung der Völkerverständigung beizutragen. Dabei werden unter anderem Gruppen wie auch Einzelpersonen, die sich für eine konstruktive Gestaltung der Gesellschaft einsetzen und für gewaltfreie Konfliktlösungen eintreten, gefördert und beraten. Zum anderen geht es auch um konkrete Hilfe für Menschen in Afrika, aber auch für Afrikaner, die nach Europa gekommen sind.

Im vergangenen Jahr erhielt der Verein einen Förderbescheid über 4 700 Euro für die Umsetzung des Projekts „Relaunch einer interaktiven Webseite“. Die Internetseiten des Vereins zeigen sehr gut auf, für was der Verein steht und was in den vergangenen Jahren alles unternommen wurde. Dazu gibt es viele aktuelle Informationen zu unterschiedlichen Themen und laufenden Prozessen. Es geht dabei um Themen wie „Flucht und Migration“, „Nein zu Rassismus“, aber auch darum, vom „Süden“, also vom afrikanischen Kontinent, zu lernen.

Virtuelle Reise von Hessen nach Südafrika

„Mit zahlreichen Kooperationspartnerinnen und -partnern hat der Verein mehr als 80 lokale und internationale Projekte, davon sehr viele in Hessen ausgeführt“, so die Fronhäuserin Hildegard Schürings, die als Geschäftsführerin des Vereins fungiert. Dabei geht es nicht nur darum, von den Menschen in verschiedenen afrikanischen Ländern etwas zu erfahren, sondern auch um das konkrete Handeln hier direkt vor der eigenen Haustür. „Lokal handeln heißt für Imbuto, sich auf allen Ebenen für Frieden und eine gerechtere Welt zu engagieren“, heißt es unter anderem im Internet-Auftritt.

„Daher bieten wir seit vielen Jahren in Deutschland und besonders im Bundesland Hessen Veranstaltungen der politischen Bildung an. Wir informieren, diskutieren und handeln konkret, um die Beziehungen zwischen Ländern des Globalen Südens und des Globalen Nordens zu verbessern“, so Schürings. Katastrophen, Kriege, Krankheiten, Korruption und unglaubliche Armut: Das alles gibt es in Afrika. Aber nicht nur. Der Kontinent und seine Länder haben weit mehr zu bieten. Und ja, wer sich mit dem Internet-Auftritt ein bisschen beschäftigt, erkennt schnell, dass es dort dazu sehr viele aktuelle Informationen gibt, nicht zuletzt dank zweier Blogs. „Black Lives Matter“ und „Corona in Afrika“ sind dazu die zentralen Schlagworte. Die Blogs werden gefördert durch „Brot für die Welt, Berlin“.

Wer sich also schon immer gefragt hat, wie es eigentlich um Afrika in Zeiten von Corona bestellt ist, kann sich dort sehr gut einlesen. Der Blog wurde von Hildegard Schürings ehrenamtlich im März vergangenen Jahres begonnen und zeigt sehr viele Aspekte auf, auch wie unterschiedlich die Länder mitunter mit Corona umgehen oder umgegangen sind und wie schwer es ist, eine weltweite „Impfgerechtigkeit“ herzustellen. Dabei wird auch auf Artikel verschiedener Zeitungen verwiesen.

Natürlich nimmt Imbuto auch Stellung zu den Zuständen in den Ländern und hinterfragt auch kritisch, wieso sich die Situationen nicht verändern, wo doch das eine oder andere Land eigentlich über Rohstoffreichtümer verfügt. Imbuto will deshalb auf die Situation afrikanischer Länder und Menschen aufmerksam machen und teilt auf der Homepage mit: „Die Weltordnung erfordert neues Denken und Handeln und die Weiterentwicklung einer Weltinnenpolitik, die nicht von den Ländern des Globalen Nordens allein, sondern nur gemeinsam von allen Ländern gestaltet werden kann. Dazu bedarf es des Austauschs von Informationen und der Ermöglichung eines Perspektivenwechsels, wozu unsere Arbeit einen Beitrag leistet.“

Und so geht es über die Internetseiten unter imbuto.net auf eine virtuelle Reise, die von Hessen bis in die Region der Großen Seen und nach Südafrika führt und dabei auch die 20-jährige Vereinsarbeit nachzeichnet.

Von Götz Schaub