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Südkreis Tour der Hoffnung macht bei Seidel Halt
Landkreis Südkreis Tour der Hoffnung macht bei Seidel Halt
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08:58 24.08.2021
Die Tour der Hoffnung machte in Fronhausen Halt, wo Seidel-Geschäftsführer Dr. Andreas Ritzenoff (Dritter von Rechts) einen Scheck in Höhe von 10 000 Euro an die Benefizradler übergab.
Die Tour der Hoffnung machte in Fronhausen Halt, wo Seidel-Geschäftsführer Dr. Andreas Ritzenoff (Dritter von Rechts) einen Scheck in Höhe von 10 000 Euro an die Benefizradler übergab. Quelle: Foto: Nadine Weigel
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Fronhausen

Sie hatten den roten Teppich ausgebreitet: Am Samstag rollten die Benefizradler der Tour der Hoffnung über eben diesen roten Teppich durch die Werkseinfahrt der Firma Seidel. Firmenchef Dr. Andreas Ritzenhoff und Personalchefin Pia Meier applaudierten den rund 70 Fahrradfahrern nicht nur, sondern überraschten sie auch mit einem überdimensionalen Scheck. 10 000 Euro spendet die Firma an das Hilfsprojekt, das sich seit Jahrzehnten für krebs- und leukämiekranke Kinder einsetzt und versucht, den betroffenen Familien eine normale Lebensperspektive zu eröffnen.

„Bei all der Not und dem Elend auf der Welt vergisst man, dass es auch hier im Land Menschen gibt, die Hilfe brauchen“, erklärte Ritzenhoff an die Radler gewandt, die an diesem Tag von Wetzlar angeradelt kamen. Bereits im 37. Jahr radeln prominente Teilnehmer auf Rennrädern durch Deutschland, um Spenden zu sammeln.

Auch wenn coronabedingt die Tour arg gekürzt wurde und nur ein Bruchteil der Teilnehmer mitradeln durfte, so waren doch auch diesmal bekannte Persönlichkeiten dabei. Neben der ehemaligen Olympiasiegerin im Biathlon Petra Behle war in Fronhausen unter anderem auch TV-Moderator Johannes B. Kerner mit am Start. „Bei diesem Projekt, das sich so lange so erfolgreich für kranke Kinder einsetzt, bin ich immer wieder gern dabei“, sagte er im Gespräch mit der OP.

Zum ersten Mal in der Geschichte des Benefiz-Radsport-Events machte die Tour in Fronhausen Halt, was die Seidelaner, wie sich die Belegschaft selbst nennt, mit Stolz erfüllte.

Seidel besteht seit 190 Jahren 

„Wir achten auf unsere Mitarbeiter und bemühen uns, dass sie nicht krank werden durch Burnout oder ähnliches und deshalb ist es uns aber auch ein Anliegen, etwas zurückzugeben“, so Ritzenhoff.

Ein Teil des Spendengeldes war durch einen Seidel-Charity-Lauf zustande gekommen. Im September hatten rund 100 Mitarbeiter ihre Runden um die Werkshalle gedreht. Pro 800 Meter langer Runde waren 190 Cent an die Tour der Hoffnung ausgelobt. Warum gerade 190? Ganz einfach, weil Seidel in diesem Jahr 190 Jahre alt wird.

798 Runden um die Hallen in Fronhausen sowie 38 Runden von den Kollegen aus Paris waren erlaufen worden. Die damit erreichten 1 587,45 Euro wurden von der Geschäftsleitung aufgestockt auf 10 000 Euro.

„Wahnsinn, mit so einer stolzen Summe hätten wir nicht gerechnet“, freute sich Petra Behle, die Schirmherrin der Tour, und zeigte auf die großen Skulpturen auf dem Werksgelände, die Begriffe wie „Freude“ und „Ehrlichkeit“ darstellen. „In diesen schwierigen Zeiten ist es wichtig, sich für solche Werte einzusetzen, deshalb noch einmal Danke für Ihre Unterstützung“, betonte Behle, bevor die Radler sich mit ihrem Tross aufmachten zur nächsten Station nach Heuchelheim.

Von Nadine Weigel

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