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Südkreis Ein letzter Stresstest bis Weihnachten
Landkreis Südkreis Ein letzter Stresstest bis Weihnachten
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00:20 01.07.2019
Ruhe vor dem Bau: Die Bewohner der Straße „Auf dem Brunkel“ werden zwei Wochen lang ihr Auto außerhalb parken müssen. Quelle: Götz Schaub
Heskem

Die Heskemer haben ­einen guten Grund, jetzt mitten im Sommer an Weihnachten zu denken.

Dann sind im Dorf nämlich die Arbeiten beendet und werden mit einem schönen Fest gewürdigt.

Bis es so weit ist, heißt es einfach Augen zu und durch oder einfach relaxed bleiben, denn für all die Unannehmlichkeiten, die man jetzt noch einmal erdulden muss, gibt es für die nächsten Jahrzehnte eine nachhaltige Verbesserung für das gesamte Dorf zu genießen.

So oder so, mit Ferienbeginn starten am Montag, 1. Juli, auch die Bauarbeiten in Heskem. Dass die Arbeiten genau in die Ferien fallen, macht in Heskem natürlich sehr viel Sinn, denn so wird der Busverkehr zur Gesamtschule nicht tangiert. „Wenn wir davon ­reden, dass die Ortsdurchfahrt neu gestaltet wird, müssen wir aber differenzieren“, sagt Bürgermeister Andreas Schulz.

Arbeiten um Kirche starten im September

Denn ein Teilabschnitt, der rund um die Kirche, wird gesondert gestaltet. Diese Bauarbeiten werden erst im September starten und dann eben bis knapp vor Weihnachten andauern. Am Montag beginnt für einige Bürger Heskems wohl die schwierigste Zeit während der Bauarbeiten.

Sorgentelefon

Der Ansprechpartner der Gemeinde Ebsdorfergrund, Stanislaw Kurilenko, ist unter der Telefonnummer 06424/304443 zu erreichen.

Denn die Anwohner der Straße „Auf dem Brunkel“ werden dann 14 Tage lang nicht mit ihrem Auto zu ihren Häusern gelangen können, weil die einzige Zufahrt zu dieser Straße wegen Bauarbeiten gesperrt sein wird.

„Wir werden dazu an jeden Haushalt Informationen in den Briefkasten stecken“, sagt Schulz und bittet schon jetzt um Verständnis.

Um mobil bleiben zu können, müssen die Anwohner unbedingt vor Beginn der Bauarbeiten ihre Autos außerhalb der Straße abstellen.

Einige Zufahrtsbereiche werden erneuert

„Wir wissen um diese Besonderheit, deshalb haben wir die Bauarbeiten in zwei Abschnitte unterteilt, damit die Anwohner des Baugebiets Brunkel möglichst schnell wieder angebunden sind“, sagt Dr. Walter Grohmann vom von der Gemeinde­ beauftragten Planungsbüro. Der erste Abschnitt ab Kreisel erstreckt sich also rechts und links von der Einmündung der Straße „Auf dem Brunkel“ bis zur Zufahrt „Kirchhainer Straße.

Der zweite Abschnitt startet dann dort und unter Auslassung des Abschnitts auf Höhe­ der Kirche dann wieder hinter der Einmündung „Am Rübenstein“ und endet auf Höhe des Schwimmbadweges, wobei der Schulbusweg zum geplanten Busbahnhof auch noch ausgespart bleibt. Da, wo es sich anbietet, werden auch die Zufahrtsbereiche diverser Straßen mit erneuert, etwa der Straße „Zur Gesamtschule“, „Kirchhainer Straße“ und „Lindenring“.

Projekt steht seit 25 Jahren an

Auch sollen an den Zufahrten die Bordsteine abgesenkt werden, um Fußgängern barrierefreies Gehen zu ermöglichen. „In diesem Zug werden auch kaputte Bordsteine erneuert“, sichert Schulz zu. Diese beiden Bauabschnitte sollen nach Möglichkeit in den sechs Wochen Sommerferien erledigt werden.

Dann, so sehen es die Planungen vor, soll es ab Montag 9. September, mit der Umgestaltung des Platzes vor der Kirche weitergehen. „Damit beginnen wir 25 Jahre nach der Dorferneuerung das Projekt, das wir damals aufgrund des überregionalen Verkehrs im Ort nicht umsetzen konnten, obwohl es eines der wichtigsten Anliegen gewesen ist“, sagt Schulz.

Bürger zu Besprechungen eingeladen

Wenn dann zum Jahresende alles geschafft ist, kehrt innerörtlich Ruhe ein. Allein müssen 2020 noch „Außenbaustellen“ in Kauf genommen werden, wenn die Ausbauerweiterung der Ortsumgehung Richtung Dreihausen ansteht und der Busbahnhof für die Gesamtschule entsteht.

Dieser Punkt wird dann noch einmal eine Entlastung für den Ort bringen, indem die Schulbusse eben nicht mehr über die Gießener Straße in den Ort einfahren müssen.

„Für den Fall, dass Heskemer Fragen haben, etwa Anwohner erfahren wollen, wann genau vor ihrem Anwesen gebaut wird, haben wir bei der Gemeinde einen festen Ansprechpartner in Stanislaw Kurilenko“, informiert Schulz. Grohmann weist aber auch darauf hin, dass es wöchentliche Baubesprechungen vor Ort geben wird, zu denen auch die Anwohner kommen können. Die Bauarbeiten erledigt die Firma Gölzhäuser aus Kirchhain. Die erwarteten Kosten betragen 750.000 Euro, wobei 250.000 Euro vom Land Hessen kommen werden.

von Götz Schaub