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Südkreis Sozialdemokraten sehen sich bestätigt
Landkreis Südkreis Sozialdemokraten sehen sich bestätigt
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19:13 18.03.2021
Die Kommunalwahl-Ergebnisse aus Ebsdorfergrund (Themenfoto).
Die Kommunalwahl-Ergebnisse aus Ebsdorfergrund (Themenfoto). Quelle: Nadine Weigel
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Ebsdorfergrund

Der Ebsdorfer Grund wird politisch wieder so grün wie 2011. Nach dem Rückschlag 2016 ist der Prozentanteil der Grünen wieder im zweistelligen Bereich und mit 12,16 sehr knapp unter der 2011-Bestmarke von 12,91. Auch wenn die Grünen noch einen Sechs-Prozent-Abstand auf die CDU haben, sind sie die einzigen, die überhaupt zulegen konnten.

Die SPD im Grund, die 2011 noch 51 Prozent einfuhr, dann 2016 auf 47,4 Prozent fiel, muss sich nun mit 45 Prozent zufriedengeben. Das wird sie wohl verschmerzen können, denn sie führt nach wie vor mit großem Abstand, zumal die „Bürgerlichen“, also ÜBE/FWG als zweitstärkste Fraktion auch etwas absackte, von 25,2 auf 23,9.

CDU hält Wählerschaft zusammen

Nur die CDU hielt ihre Wählerschaft zusammen, ihr Rückgang ist von 19,07 auf 18,88 wirklich als minimal zu bezeichnen. So müssen denn auch SPD und ÜBE/FWG je einen Sitz abgeben und den Grünen überlassen. Die SPD wird sich zum Regieren wieder einen Partner suchen müssen, und wahrscheinlich in den Grünen wieder finden, die natürlich jetzt mit vier Vertretern sicher etwas mehr „grün“ im „rot“ anmelden können, wenn es denn nicht ohnehin schon drin ist.

Sitzverteilung

Elisabeth Newton, Spitzenkandidatin der SPD, kann sich in der Tat die Zusammenarbeit mit den Grünen sehr gut vorstellen. „Das haben wir jetzt fünf Jahre erfolgreich gemacht, warum sollten wir das ändern?“, sagt sie.

Newton freut sich auf Aufgaben

Sie persönlich würde sich sehr freuen, ihre Aufgabe als Erste Beigeordnete weiterführen zu dürfen. Bereit dafür ist sie jedenfalls.

Heinrich Rabenau von den Grünen freut sich sehr über die Verdopplung der Grünen-Mandate. Er führt dies auch auf die „tatkräftige Mitarbeit der Grünen in der Koalition“ zurück. Es sind auch schon Sondierungsgespräche mit der SPD angesetzt, doch wolle und könne er zum gegenwärtigen Zeitpunkt nichts vorwegnehmen. „Wir werden sehen, wie sich das entwickelt.“

Rink ist enttäuscht

Andreas Rink von der ÜBE/FWG gibt unumwunden zu, etwas enttäuscht zu sein, der Sitzverlust schmerze schon. „Dass die Grünen zulegen konnten, führe ich persönlich mehr auf den Bundestrend, die Klimadebatte und auf die Fridays-for-Future-Bewegung zurück, weniger auf die Arbeit der Grünen im Grund. Die eigene Fraktion werde sicher kritischer sein als zuvor.

Das bedeutet, dass sie nach außen deutlicher machen will, wieso sie einen Beschluss mitträgt oder eben nicht. Damit möchte man verhindern, dass pauschal geurteilt werde. „Wenn wir mitstimmen, sagen die Leute, dass wir ja auch nichts anders machen. Stimmen wir dagegen, heißt es, dass wir nur Blockade betreiben würden“, sagt Rink. So oder so gehe seine Fraktion sicher motiviert an die kommenden Aufgaben.

Parlament Ebsdorfergrund

CDU: Heinrich Fritz-Emmerich, Thorsten Reinhardt, Clara Michanikl, Peter Alof, Peter Bender, Thomas Preiß.

Bündnis 90/Die Grünen: Careen Knauf, Cornelia Klahn, Heinrich Rabenau, Dr. Katharina Friedel-Veldtrup.

SPD: Rudolf Claar, Andreas Schulz, Lothar Heidt, Maximilian Kühn, Patricia Grähling, Werner Böckler, Wilfried Eucker, Mike Hame, Dr. Martina Merz-Preiß, Ursula Weil-Höll, Wilfried Schäfer, Hendrik Debelius, Friedhelm Maikranz.

ÜBE/FWG: Marcell Büttner, Andreas Rink, Reiner Nau, Holger Erkel, Horst Gombert, Yvonne Ebinger, Eckhard Grau.

Von Götz Schaub

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