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Südkreis Sichertshausen bekommt ein Neubaugebiet
Landkreis Südkreis Sichertshausen bekommt ein Neubaugebiet
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17:58 23.12.2020
In Sichertshausen wird man nett empfangen wie das selbst gemachte Ortsschild zeigt. Wenn im neuen Baugebiet die ersten Häuser enstehen, können sich die Sichertshäuser über Neubürger freuen.  
In Sichertshausen wird man nett empfangen wie das selbst gemachte Ortsschild zeigt. Wenn im neuen Baugebiet die ersten Häuser enstehen, können sich die Sichertshäuser über Neubürger freuen.   Quelle: foto: Götz Schaub
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Sichertshausen

Der Fronhäuser Ortsteil Sichertshausen bekommt ein Neubaugebiet: Im Gebiet „Auf den Behläckern“ am östlichen Ortsrand sollen Bauplätze entstehen. Das hat die Gemeindevertretung bei ihrer jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen. Sie stimmte Kaufverträgen für die Flurstücke 41 bis 44 zu und beauftragte den Gemeindevorstand, diese zu kaufen und die Planung einzuleiten. Derzeit ist die Fläche noch an einen Landwirt verpachtet, das Pachtverhältnis soll jedoch gekündigt werden.

„Der Ortsbeirat Sichertshausen wollte schon lange ein Baugebiet realisieren“, sagte Bürgermeisterin Claudia Schnabel. Die Nachfrage nach Bauplätzen sei groß. In Gesprächen mit den Eigentümern sei man zu einer Einigung gekommen. Einer der Eigentümer will auch einen Teil der Grundstücke selbst bebauen.

Das künftige Baugebiet ist 8 100 Quadratmeter groß. „Wir Sichertshäuser freuen uns sehr, dass wir jetzt auch ein eigenes Baugebiet bekommen“, sagte Günter Majewski (SPD). „13 bis 14 Bauplätze werden sicherlich dabei herauskommen“, schätzte er. Die Grundstücke seien zum Glück gerade weit genug von den Windkraftanlagen entfernt. „Ein großes Lob an den Ortsbeirat, dass er sich so darum bemüht hat“, sagte Martin Wenz (Initiative für Fronhausen). Das zeige, wie wichtig ein Ortsbeirat sei.

Weitere einstimmige Beschlüsse:

Auch in Oberwalgern entstehen Baugrundstücke: Im Gebiet „Westlich Alte Weinstraße“ will ein Eigentümer, dass seine Grundstücke bebaut werden dürfen. Sie sind zwischen anderen bebauten Grundstücken, waren aber bisher als geschütztes Biotop ausgewiesen – als Ausgleichsfläche im Bebauungsplan. Die Gemeindevertretung beschloss, für dieses Gebiet einen neuen Bebauungsplan aufzustellen.

Der neue Feuerwehrstützpunkt Ost soll nicht als Öffentlich-Privates Partnerschaftsprojekt gebaut werden. Die Gemeindevertretung hatte den Gemeindevorstand im September beauftragt, diese Option zu prüfen.

Wie Bürgermeisterin Schnabel erläuterte, hatte die Gemeinde ein Angebot der Volksbank Mittelhessen. Diese hätte das Haus gebaut und der Gemeinde zur Miete überlassen. Die Kommunalaufsicht verpflichtet die Gemeinde aber, die Wirtschaftlichkeit prüfen zu lassen. „Man muss das über die gesamte Laufzeit betrachten“, erläuterte Schnabel. Dabei sei der Wirtschaftsprüfer zu dem Ergebnis gekommen, dass es sich bei dem jetzigen Zinssatz nicht rechtfertigen lasse, das Haus in Öffentlich-Privater Partnerschaft bauen zu lassen. Die Gemeinde will das Haus nun von einem Generalunternehmer bauen lassen. „Das Haus ist durchgeplant bis zur letzten Steckdose“, so Schnabel.

Für die Planung des neuen Radwegs zwischen Fronhausen Niederwalgern stellt die Gemeinde Fronhausen zusätzliche Haushaltsmittel in Höhe von 15 000 Euro zur Verfügung. Sie hatte dafür im Haushalt bereits 65 000 Euro eingestellt. Der günstigste Bieter verlangt jedoch für die Planung rund 79 000 Euro. Das Geld erhält die Gemeinde aber von Hessen Mobil wieder zurück, erläuterte Bürgermeisterin Schnabel.

Von Stefan Dietrich