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Südkreis Viele Herausforderungen, viel Können
Landkreis Südkreis Viele Herausforderungen, viel Können
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12:00 22.03.2020
Dreihausen

Imagefilme gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Sie sind ein beliebtes Mittel, Einrichtungen, Firmen, Kommunen und touristische Highlights wirkungsvoll in Szene zu setzen. Auch Feuerwehren nutzen diese Form gerne, um auf ihre besondere Arbeit zum Schutze der Allgemeinheit hinzuweisen und um Mitglieder zu werben, die sich möglichst den Einsatzabteilungen anschließen sollen. Aktuell haben die Feuerwehren der Gemeinde Ebsdorfergrund einen Imagefilm erstellen lassen.

Das Besondere an diesem Vier-Minuten-Film sind dabei die Drehorte, die eindringlich zeigen, wie wichtig und unentbehrlich die Feuerwehrarbeit ist. Sören Waldeck, Sprecher der Wehren, hat sicher nichts dagegen, wenn sich der eine oder andere dadurch entschließt, sich in einer Ortsteil-Feuerwehr zu engagieren, aber derzeit habe keine Wehr mit Nachwuchssorgen zu kämpfen, sagt er.

Den Wehren sei es aber schon ein Anliegen, allen Mitbürgern plastisch zu zeigen, auf was sie sich bei ihren Übungen vorbereiten und dass sie im Notfall wissen, was zu tun ist. Der Film sollte auch nicht einfach ein Produkt weniger Involvierter werden, sondern ein Gemeinschaftswerk. Also bildete sich nach der Entscheidung der Wehrführer und Fachgebietsleiter der Feuerwehr, einen Imagefilm zu erstellen, eine Planungsgruppe, die möglichst aus Vertretern aller Wehren bestehen sollte.

Die Oberstufenschüler Christian Warwel und Noah Dengler übernahmen dabei den Auftrag, den Film zu erstellen. „Wir wussten den Auftrag in guten Händen, schließlich haben wir als Gemeinde schon mehrfach mit ihnen zusammengearbeitet“, sagt Bürgermeister Andreas Schulz.

Bei der Ideensuche nach dem „Plot“ kristallisierte sich heraus, dass man schon eine kleine Geschichte erzählen wollte, aber schon ein bisschen anders als allgemein üblich bei Imagefilmen von Feuerwehren. „Wir wollten auch die Jugendfeuerwehr mit einbinden“, sagt Gemeindebrandinspektor Wilfried Eucker. Und so entstand als Mittelpunkt des Films eine fiktive Familie.

Eine Mutter, gespielt von Annika Pinschmidt, wird zu einem Feuerwehr-Einsatz gerufen. Das weckt das Interesse ihres kleinen Sohnes, dargestellt von Tim Röder. Als er seine Mutter fragt, was sie so alles bei der Feuerwehr macht, nimmt sie ihn mit auf eine virtuelle Reise. Sie zeigt ihm dabei die verschiedenen Einsatzgebiete. Um die alle in den „Kasten“ zu bekommen, benötigte das Filmteam praktisch das ganze vergangene Jahr. Wie gesagt waren auch die Drehorte nicht ganz so einfach. „Wir mussten da jeweils Anträge zur Drehgenehmigung stellen“, sagt Waldeck.

Im Einzelnen handelte es sich um sensible Bereiche: die Gesamtschule Ebsdorfergrund in Heskem, das Schloss Rauischholzhausen und die Landessammelstelle für radioaktive Abfälle im Forst Roßberg. Letztere diente auch als Beispiel für einen Einsatz der Katastrophenschutzeinheit, die in Ebsdorfergrund stationiert ist. Tim Röder musste also bei mehreren Übungen und Drehtagen dabei sein, eine Aufgabe, die er spielend erledigte. Dafür gab es zum guten Schluss auch ein paar Geschenke für ihn.

Die beiden jungen Filmer hatten dann die Aufgabe, aus ganz vielen Bewegtbildern etwas zusammenzuschneiden, das tatsächlich in vier Minuten alles das wiedergibt, was die Feuerwehrarbeit im Grund ausmacht. „Das ist ihnen beeindruckend gelungen“, sagt Waldeck und erntet Zustimmung von Eucker und dessen Stellvertreter Rainer Koch. Und die müssen es ja wirklich wissen. Eigentlich sollte der Film ja während der Jahreshauptversammlung aller Wehren im Grund Premiere feiern, doch dann kam das Coronavirus dazwischen. Um ihre Einsatzfähigkeit nicht zu gefährden, verzichteten die Feuerwehrleute auf diese Zusammenkunft.

Von von Götz Schaub

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