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Südkreis Jens Weller will Bürgermeister in Weimar werden
Landkreis Südkreis Jens Weller will Bürgermeister in Weimar werden
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16:27 20.02.2022
Jens Weller (links) ist der SPD-Kandidat für die Bürgermeisterwahl von Weimar. Er wurde während der Delegiertenversammlung einstimmig und ohne Konkurrenz gewählt. Vorsitzender Rolf Hintermeier gratulierte als Erster.
Jens Weller (links) ist der SPD-Kandidat für die Bürgermeisterwahl von Weimar. Er wurde während der Delegiertenversammlung einstimmig und ohne Konkurrenz gewählt. Vorsitzender Rolf Hintermeier gratulierte als Erster. Quelle: Ina Tannert
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Niederwalgern

Große Einigkeit herrschte während der Mitgliederversammlung der SPD Weimar am Samstag (19. Februar) – die anwesenden 14 Delegierten wählten in geheimer Wahl einstimmig Jens Weller zum Kandidaten für die Bürgermeisterwahl in diesem Jahr.

Während der kurzen, lockeren Sitzung im Bürgerhaus Niederwalgern kam durchaus eine gewisse Euphorie auf – der 40-Jährige erhielt schon mehrfach anhaltenden Applaus, bevor Ortsverbandsvorsitzender Rolf Hintermeier das Wahlergebnis überhaupt verlesen konnte. Weller sei eben ein Kandidat, der „durch seine offene und kommunikative Art bestens geeignet ist“, lobte Hintermeier dann auch, der als Erster per Corona-Faustgruß gratulierte.

Die Wahl des Bürgermeisterkandidaten fiel auf denselben Tag wie die Aufstellung des Kandidaten für die Landratswahl, wo Jens Womelsdorf von der SPD Marburg-Biedenkopf offiziell bestätigt wurde. Bundestagsabgeordneter Sören Bartol, Vorsitzender des Unterbezirksvorstands, reiste von einer Sitzung zur nächsten und lobte auch in Weimar die Nominierung des Namensvetters, der ebenso einer sei „der Bock hat, Politik zu gestalten“.

Jens Weller ist der SPD-Kandidat für die Bürgermeisterwahl von Weimar Quelle: Ina Tannert

Er könne mit dem ihm eigenen Elan die Gemeinde „nach vorne bringen“, deren Stärken aus- und die Schwächen abbauen, betonte Bartol, der Weller die Unterstützung des Kreisverbands versicherte. Dass die Mitgliederversammlung in dessen Wohnort Niederwalgern stattfand, passe besonders gut, da der Ort bei vielen Themen, Projekten und vor allem bei der ehrenamtlichen Beteiligung der Bürger vorbildlich sei.

Ein neues Gesicht in der Kommunalpolitik

Das schreibt sich auch Weller, gebürtig aus Marburg, auf die Fahnen, der seit 2007 mit Frau und Tochter in Niederwalgern lebt und seit einigen Jahren ehrenamtliche Ämter bekleidet: Diese seien immer wieder an ihn herangetragen worden, vom Verein zur Förderung Niederwalgerns bis zum Karnevalsverein Wasserhähne Roth – „irgendwas muss ich wohl richtig gemacht haben“, so der Kandidat.

Erst im letzten Jahr folgte die Kommunalpolitik: Zu den Kommunalwahlen wurde er von der SPD noch als parteiloser Kandidat aufgestellt, kam dann als Nachrücker für die Fraktion ins Parlament und in den Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschuss, sitzt zudem im Ortsbeirat Niederwalgern. Ende letzten Jahres trat er in die SPD ein.

Der genaue Wahltermin für die Bürgermeisterwahl wurde noch nicht vom Parlament festgelegt, die Partei steuert aber schon jetzt in Richtung Wahlkampf, der praktisch sofort beginnen werde. Vorne mit dabei seien Online-Auftritte, etwa auf Wellers Wahlkampf-Webseite oder in den sozialen Netzwerken, die er künftig gerne stärker als Teil der Informationspolitik der Gemeinde sehen würde.

Auch beruflich ist Weller übrigens wie sein Namensvetter im Bankenwesen tätig, der Bankbetriebswirt arbeitet als Filialleiter in der Sparkasse Fronhausen und nebenamtlich als Dozent der Sparkassenakademie. Sein Wissen um die Finanzwelt wolle er auch als potenzieller Bürgermeister mit einbringen und sich dafür einsetzen, die Gemeinde „als Ganzes voranzubringen“. Ihm sei etwa wichtig, dass alle Generationen in der Gemeinde ein passendes Zuhause finden, von Angeboten für Kinder und junge Familien bis zu einem guten Leben im Alter. „Weimar ist zu meiner Heimat geworden und ich will, dass alle das empfinden“, betonte Weller.

Von Ina Tannert