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Südkreis Radwege sollen Dörfer verbinden
Landkreis Südkreis Radwege sollen Dörfer verbinden
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16:00 26.04.2021
Helge Hessler (von links), Harald Bausch und Andreas Schulz stehen auf dem Feldweg, der von Ebsdorf aus nach Beltershausen führt und zu einem hochwertigen Radweg ausgebaut werden soll.
Helge Hessler (von links), Harald Bausch und Andreas Schulz stehen auf dem Feldweg, der von Ebsdorf aus nach Beltershausen führt und zu einem hochwertigen Radweg ausgebaut werden soll. Quelle: Götz Schaub
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Ebsdorf

Wer über eine lokale Verkehrswende spricht, muss auch Angebote machen. Die Gemeinde Ebsdorfergrund hat da mal wieder ein „Projekt“ entwickelt, das um die 2,5 Millionen Euro kosten wird und bis 2023 umgesetzt sein soll.

Konkret geht es um einen Radwegebau zwischen Ebsdorf und Beltershausen auf einer Länge von 2,3 Kilometern sowie um eine Radwegeverbindung zwischen Ebsdorf, Leidenhofen und Dreihausen sowie Heskem-Mölln. 

Der Weg der sich jeweils vor den Zielorten Ebsdorf und Leidenhofen sowie Dreihausen und Heskem-Mölln gabelt, wird 3,6 Kilometer lang sein. „Im Ganzen sprechen wir also von 5,9 Kilometern“, sagt Bürgermeister Andreas Schulz. 

Das Tolle daran ist, dass die geplanten Verbindungen schon als Feldwege vorhanden sind. Sie müssen eben nur noch ausgebaut werden, auf drei Meter Breite asphaltiert mit jeweils 50 Zentimeter befestigten Seitenstreifen links wie rechts und diversen Ausweichbuchten.

Über ein Bundesprogramm zum Thema Klimaschutz kann die Gemeinde 80 Prozent Förderung erwarten. „So bringen wir selbst nur noch einen Eigenanteil von 500 000 Euro ein. Wir wollen die Wege hochwertig ausbauen, weil sie ein wirkliches Angebot sein sollen, für lokale Fahrten, etwa auch zum Einkaufen vom Auto aufs Fahrrad umzusteigen“, sagt Schulz. 

Deshalb wird das „Zwei-neue-Radwege-Projekt“ noch flankiert von anderen Investitionen: Auf dem Servicehof bei Heskem soll eine Verleihstation für Lastenräder eingerichtet werden. Es soll ein möglichst breit gefächertes Angebot an E-Bike-Ladestationen geben, es sollen Do-it-yourself-Fahrradreparatur-Stationen eingerichtet, Fahrradabstellanlagen sowie an den Strecken attraktive Rastplätze geschaffen werden. Des Weiteren hofft Schulz in Sachen Öffentlicher Nahverkehr und Radfahren noch Angebote entwickeln zu können.

Die neuen Radwege (Bild unten) verbinden die genannten Orte, die Luftlinie nicht weit auseinanderliegen, auf sehr kurzem Weg, während man mit dem Auto aufgrund der Straßenführungen deutlich längere Strecken zurücklegen muss. 

„Dieser Unterschied ist dann ein echtes Argument, öfter für Wege innerhalb der Gemeinde auf das Auto zu verzichten und das Rad zu nehmen“, sagt der Bürgermeister. Helge Hessler vom beauftragten Planungsbüro Zick-Hessler Ingenieure aus Wettenberg nennt das Projekt ein „Vorzeigeprojekt für eine erlebbare Verkehrswende“. 

Projektleiterin Dorothea Kräling hat derweil alles schon so weit vorangebracht, dass es pünktlich bis zum 1. Mai zur Förderung eingereicht werden kann. „Das sind dann 2023 auf einen Schlag fast sechs Kilometer Radweg, die ganz neue Möglichkeiten bieten“, freut sich auch Harald Bausch vom Fachbereich Bauen, Planen, Umwelt und Energie der Gemeinde Ebsdorfergrund, der privat ein sehr begeisterter Radfahrer ist.