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Südkreis Ehrenbeamte legen Eid ab
Landkreis Südkreis Ehrenbeamte legen Eid ab
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16:00 14.07.2021
Der neue Gemeindevorstand von Ebsdorfergrund: Bürgermeister Andreas Schulz (von links, vorne), die Erste Beigeordnete Elisabeth Newton, Heinrich Rabenau, Rudolf Claar (von links, oben), Volker Wagner, Wilfried Schäfer, Heinrich Fritz-Emmerich, Horst Gombert und Dr. Martina Merz-Preiß.
Der neue Gemeindevorstand von Ebsdorfergrund: Bürgermeister Andreas Schulz (von links, vorne), die Erste Beigeordnete Elisabeth Newton, Heinrich Rabenau, Rudolf Claar (von links, oben), Volker Wagner, Wilfried Schäfer, Heinrich Fritz-Emmerich, Horst Gombert und Dr. Martina Merz-Preiß. Quelle: Ina Tannert
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In der letzten Sitzung der Gemeindevertretung von Ebsdorfergrund vor der Sommerpause wurden diverse Ämter offiziell besetzt und Vertreter in die Verbände und Kommissionen entsandt. Die ehrenamtlichen Beigeordneten des Gemeindevorstands als oberstes Verwaltungsorgan der Kommune wurden vom Parlamentsvorsitzenden Wilfried Eucker und Bürgermeister Andreas Schulz im Amt ernannt, verpflichtet und vereidigt.

Es gibt direkt einen neuen Auftrag

Sie versprachen, ihr Amt nach bestem Wissen und Gewissen und unter Einhaltung geltender Gesetze auszuüben. Neben dem Bürgermeister als Vorsitzenden und der Ersten Beigeordneten Elisabeth Newton (SPD) gehören zum Gemeindevorstand Heinrich Rabenau (Grüne), Wilfried Schäfer (SPD), Rudolf Claar (SPD), Heinrich Fritz-Emmerich (CDU), Horst Gombert (ÜBE/FWG) sowie Volker Wagner (ÜBE/FWG) und Dr. Martina Merz-Preiß (SPD). Mit den beiden Letztgenannten gibt es zwei neue Gesichter im Gremium. Die neuen Ehrenbeamten treten an die Stelle von Peter Debelius und Konrad Braun.

Der Gemeindevorstand erhielt während der Sitzung auch direkt einen Auftrag durch das Parlament, das sich mit dem Thema Kinderbetreuung befasste, beziehungsweise der Ausweitung der Betreuungszeiten: In einem Antrag sprachen sich SPD und Grüne dafür aus, dass sich der Gemeindevorstand gegenüber dem Landkreis für eine Ausweitung der Betreuungszeiten für Grundschulkinder in den Ferien einsetzt. Und zwar zeitlich verlängert von Montag bis Freitag bis 16.30 Uhr – statt wie bislang 14 Uhr.

Ziel sei eine bessere Planbarkeit für die Familien und berufstätige Eltern, die mit der Diskrepanz von 13 Schulferienwochen bei in der Regel sechs Wochen Jahresurlaub pro Elternteil umgehen müssten. Es brauche für Eltern „eine gute und verlässliche Kinderbetreuung“ in der Ferienzeit, betonte Patricia Grähling (SPD) in ihrem Redebeitrag, insbesondere in Pandemiezeiten, in denen in vielen Familien bereits frühzeitig Urlaubstage für die Kinderbetreuung zuhause aufgebraucht wurden.

Pro-Kopf-Verschuldung liegt bei 125 Euro

Die Ferienbetreuung von Grundschulkindern in Ebsdorfergrund findet in Absprache mit dem Landkreis statt, beide teilen sich die Kosten – an den durch eine zweieinhalbstündige Verlängerung entstehenden Kosten wolle sich die Gemeinde beteiligen. Zudem soll ermittelt werden, wie es um die Betreuungsangebote an Grundschulen in anderen Kreis-Gemeinden außerhalb der Ferienzeit im Kreis bestellt ist, um Vergleiche ziehen zu können. Der Antrag wurde einstimmig beschlossen.

Darüber hinaus legte der Bürgermeister den Jahresabschluss 2020 vor, der die Entwicklung der Finanzlage der Gemeinde im ersten Coronajahr verdeutlicht. Und die sieht trotz Pandemie-Einbußen weiterhin rosig aus: Die Gemeinde stehe mit einem weiter gestiegenen Anlagevermögen (rund 54,7 Millionen Euro) und knapp zehn Millionen Euro an flüssigen Mitteln gut da, erreicht dabei 3,5 Millionen Euro an Überschüssen im Ergebnishaushalt. Darin enthalten ist auch eine Million Euro aus Zuschüssen des Landes zum Ausgleich von Steuereinbußen. Rund zwei Millionen habe die Gemeinde aus eigener Kraft erwirtschaften können, berichtete Schulz.

Kredite, um Löcher zu stopfen, brauchte es da nicht, zudem konnten weiter Kreditschulden abgebaut werden. Die Pro-Kopf-Verschuldung in Ebsdorfergrund beträgt 125 Euro pro Einwohner – die niedrigste Quote im Landkreis. Viele Investitionen wurden bereits getätigt, weitere werden folgen, die Coronazeit habe sich nicht spürbar auf die Finanzen ausgewirkt. Das Pandemiejahr war „eine bedrückende Zeit, aber finanziell für uns eine gute“, so das Fazit.

Von Ina Tannert