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Südkreis Nach 17 Jahren wieder eine Zusammenarbeit
Landkreis Südkreis Nach 17 Jahren wieder eine Zusammenarbeit
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16:58 14.08.2021
Rita Rohrbach und Karl Krantz haben 30 Jahre beruflich in der Gemeindeverwaltung Weimar zusammengearbeitet. Jetzt, nach 17 Jahren Pause, sitzen sie gemeinsam für die CDU im Gemeindeparlament.
Rita Rohrbach und Karl Krantz haben 30 Jahre beruflich in der Gemeindeverwaltung Weimar zusammengearbeitet. Jetzt, nach 17 Jahren Pause, sitzen sie gemeinsam für die CDU im Gemeindeparlament. Quelle: Foto: Götz Schaub
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Weimar

Ende November 2019 verabschiedete sich Rita Rohrbach nach insgesamt 51 Jahren Berufstätigkeit aus der Gemeindeverwaltung Weimar. Bereits 2004 musste sie auf Karl Krantz als Bürgermeister der Gemeinde verzichten, mit dem sie seit 1974 bestens zusammengearbeitet hatte. Aus der beruflichen Zusammenarbeit war über die Jahre längst eine gute Freundschaft entstanden. Und nun sitzen sie tatsächlich wieder zusammen in einem Gremium, nämlich im Gemeindeparlament Weimar, jeweils als Mitglied der CDU-Fraktion.

Rohrbach kennt die aktuellen Themen aus dem Parlament aus dem Effeff, weil sie stets die Protokolle geführt hatte. Krantz, obwohl schon seit 2004 aus der Weimarer Politik ausgeschieden, kennt natürlich die Gemeinde und viele Entstehungsgeschichten sehr gut und kann wie Rohrbach mit einem besonderen Know-how weiterhelfen.

Dabei sitzen sie aber nicht in der ersten Reihe, das Reden überlassen sie einer jüngeren Generation, wobei beide wissen, dass ihr Fraktionsvorsitzender Lars Plitt auch zu jenen gehört, die Verwaltung gelernt haben und täglich leben, er ist schließlich Büroleiter in der Nachbarkommune Lohra.

Krantz hat sich zur Kommunalwahl auf die Liste setzen lassen, weil er nicht mehr für den Kreistag kandidierte, aber immer noch Lust auf politische Gestaltung hat. Dabei setzte er sich ganz hinten auf die Liste, denn aufdrängen wollte er sich nun auch nicht. Die Wähler sollten schon über die direkte Personenwahl über ihn entscheiden. Und ja, er erhielt über tausend Einzelstimmen und schnellte nach vorne auf Platz sechs. Das reichte zum Einzug ins Parlament.

Rita Rohrbach kandidierte in der Tat weiter vorne auf einem sicheren Platz. Sie erhielt auch ordentlich Zuspruch. 1 803 Stimmen, das waren die drittmeisten überhaupt.

Nur Lars Plitt hatte drei mehr und die Erste Beigeordnete Martina Klein von den freien Bürgerliste Weimar hatte sie mit 1 823 Stimmen überflügelt. Um das mal einzuordnen: der Viertplatzierte, Reinhard Ahrens von den Grünen, erreichte 1 676 Stimmen. Die drei zuvor Genannten hatten also schon einen deutlichen Vorsprung.

Rohrbach und Krantz genießen es nun, noch einmal gemeinsam für die Gemeinde wirken zu können, wobei sich Krantz darüber hinaus auch in Sachen Freilichtmuseum Zeiteninsel weiter einbringt und Rohrbach als Ortsvorsteherin von Allna und als Standesbeamtin.

Von Götz Schaub

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