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Südkreis Tausend Fans rocken bis in die Nacht
Landkreis Südkreis Tausend Fans rocken bis in die Nacht
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00:18 27.10.2018
„Still Counting“ setzte Pyrotechnik ein.  Quelle: Jürgen Jacob
Fronhausen

Zu Beginn des Abends kamen zunächst die Freunde der britischen Heavy-Metal-Formation „Judas Priest“ auf ihre Kosten: „Project Priest“ aus Bremen servierten die Klassiker der „Metalgods“: von „Breaking the law“ über „Turbo Lover“ bis „Living after midnight“.

Neben dem authentischen Heavy-Metal mit einem kräftigen Schuss Punk-Energie zog auch die Stimme und das Outfit von Frontmann Peter Bekusch die Fans in ihren Bann.

Peitsche, Ledercombo und Nieten fehlten dabei nicht. Aber auch den Bandmitgliedern Frank Richter (Gitarre), Peer Schmidt (Gitarre), Mick Sebastian (Bass) und Malte Raettig (Drums) standen in Spielfreude und -energie ihrem Sänger nicht nach.

„Pimp Blitzkid“ präsentierten dann im Anschluss die Songs der amerikanischen Nu Metal-Band „Limp Bizkit“. Rich Durst (Gesang), Andy Borland (Gitarre), Chris Rivers (Bass), Luke­ Otto (Drums) und DJ Neakho­ (Samples) aus dem rheinland-pfälzischen Kirn zeigten in ­ihrer energiegeladenen Live-Show die typischen Elemente­ des Limp-Bizkit-Stils mit viel Liebe zum Detail.

Die Band ist seit 2013 gemeinsam unterwegs und die erste und derzeit einzige ihrer Art in Deutschland. Die Musiker verstanden es, mit viel Spielfreude auch beinharte Rock-Fans im Publikum mit internationalen Hits wie „My Generation“, „Take a look around“ oder „Rollin‘“ zu begeistern.

Feuerfontänen und
 Stroboskopgewitter

Die Hausherren von „Still Counting“ setzten noch einen drauf und empfingen ihr Publikum mit Feuerfontänen und Stroboskopgewitter. Sänger Manuel Herwig und der Band gelang es überragend, den Sound der dänischen Hardrocker von „Volbeat“ rüberzubringen.

Die einzigartige Mischung aus Metal, Rock’n’Roll, Punkrock, Country und Blues wurde von den fünf Mannen aus dem Hinterland perfektioniert.

Wie ihre dänischen Vorbilder werden auch „Still Counting“ auf einer Erfolgswelle getragen. Seit gut dreieinhalb Jahren erobern Manuel Herwig (Gesang, Gitarre), Christoph Kühn (Gitarre), Tobias Herwig (Gitarre), ­Niky Döhler (Drums) und Jonathan Jochem (Bass) Musikclubs und Festivals in Europa.

Und egal, ob mit Tempo oder gefühlvoll mit Gitarre, Manuel Herwig und seine Musiker zeigten sich am Samstag als echte Bühnentiere. Schon beim Opener „Guitar gangsters and cadilac blood“ ging es kräftig zur Sache. „Still Counting“ zelebrierten mit viel Herzblut und authentischer Performance die Songs der „Elvis-Metaller“ von Volbeat, wie „For Evigt“, „Cape of our Hero“ oder „Fallen“.

Alle Klassiker auf die Bühne gebracht

Abgerundet wurde das Ganze durch eine Pyro- und Lichtshow, die ihresgleichen sucht. Die letzte Band des Abends, „Hollywood Rose“ gehören zu den bekanntesten Guns N’Roses-Tribute-Bands in Europa. Und warum dies so ist, stellten die sechs Musiker aus der ungarischen Hauptstadt Budapest mit purer Leidenschaft zum Abschluss des Abends in Fronhausen unter Beweis.

Sänger Alex Scarzzy Crane kam seinem schillernden Vorbild Axl Rose nicht nur kleidungstechnisch, sondern auch stimmlich sehr nah. Gleiches gilt für Leadgitarrist Fészek, der mit Lockenmähne, Hut und Sonnenbrille sowie ­
unnachahmlichen Riffs gekonnt auf den Spuren von Slash wandelte.

Von „Welcome to the jungle“­ über „November Rain“ und „Sweet child o’ mine“, alle Klassiker kamen bei dieser Guns N’Roses-Show auf die Bühne. Viele der Besucher waren begeistert und kennzeichneten diesen Auftritt als den authentischsten des Abends.

Gäste fordern bis zum Schluss Zugaben 

Und selbst gegen zwei Uhr in der Nacht nach fast sieben Stunden bester Livemusik forderten die Gäste­ noch Zugaben und bekamen diese mit dem Klassiker „Rebell Yell“ von Billy Idol und dem „Paradise ­
City“ von Guns N´Roses.

Die Fans feierten dies kräftig und friedlich und machten das Festival mit ihrer guten Stimmung zu einer rundum gelungenen Veranstaltung. Und Manuel Herwig versprach: auch im Jahr 2019 wird es wieder ein „Monsters of Tribute“ geben.

Doch bei all der Feierei hatten die Veranstalter auch noch einen guten Zweck im Sinn: Mitorganisator Andre Kaiser initi­ierte eine Tombola zugunsten des von ihm ins Leben gerufenen Fördervereins Nakuru, der Kinder in Kenia unterstützt. Die vier Bands und befreundete­ ­Unternehmen unterstützten­ dies mit Instrumenten und ­Materialien.

von Jürgen Jacob