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Südkreis Mit den Nachbarn gemeinsam Energie schöpfen
Landkreis Südkreis Mit den Nachbarn gemeinsam Energie schöpfen
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18:18 10.07.2014
Der Diplom-Ingenieur Reiner Diefenbach (von links), Udo Wierlemann und Stephan Mourlane haben sich den erneuerbaren Energien verschrieben. Sie engagieren sich für Energielösungen auf dem Land, zum Beispiel in Wittelsberg. Quelle: Martina Becker
Wittelsberg

Regenerative Energie für ein Wohnhaus, eine Hofreite oder im nachbarschaftlichen Zusammenschluss, das sind keine übertriebenen Wünsche, meinen Diplom-Ingenieur Reiner Diefenbach, Stephan Mourlane sowie Joachim und Udo Wierlemann. Die Unternehmer und Berater aus der Branche der erneuerbaren Energien haben Ende Juni die Interessengemeinschaft (IG) Landhüter Erneuerbare Energien ins Leben gerufen.

Diese wiederum soll als eigenständiges Mitglied in die Landhüter Wohnungs- und Landbaugenossenschaft eG eingebracht werden, um dort Energielösungen für den „Hausgebrauch“ in Gang zu setzen. Die Landhüter eG ist eine junge Genossenschaft, die sich im vergangenen Jahr in Lohra, in der Region Marburger Land, gegründet hat.

Gegenstand der Aktivitäten der Genossenschaft sei vorrangig „eine nachhaltige, sozial vertretbare Versorgung der Mitglieder mit gesundem Wohnraum und Land“, erklärte Udo Wierlemann. Die von sechs Personen gegründete Landhüter eG ist mittlerweile auf fünfzehn Genossen angewachsen. „ Es sind Menschen, die aus der Stadt Marburg zu den Gründungsmitgliedern aufs Land gezogen sind“, so Wierlemann. Dazu wurde Wohnraum gepachtet, der gerade käuflich erworben wird. Die Finanzierung wird über ein Beteiligungsmodell der Wohnbaugesellschaft gestemmt.

Vorrangig gesucht werden alte Fachwerkgebäude, die auch Garten- und Landwirtschaft ermöglichen. Die jährliche Ausschüttung aus den laufenden Erträgen soll in Form von Naturalien und Geld an die Mitglieder erfolgen. Wierlemann: „Unter Naturalien verstehen wir Gemüse und Obst sowie tierische Produkte aus lokaler Produktion der Genossenschaftsmitglieder.“. Abgestimmt auf dieses Wohnkonzept möchten die Fachleute die Landhüter IG-Erneuerbare Energien die Landhüter eG bei der Einrichtung einer „kleinteiligen“ Energiewirtschaft mit hohem, lokalen Vernetzungsgrad fördern.

„Zusammen mit der Landhüter Wohnungs- und Landbaugenossenschaft Landhüter eG sowie anderen lokalen und regionalen Energiegesellschaften wollen wir die Entstehung nachbarschaftlicher Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien unterstützen und uns gegenseitig beraten“, erzählte Wierlemann. Das erste Energieprojekt ist eine Demonstrationsanlage zum Thema „Strom und Wärme aus der Sonne“ auf dem Gelände des ehemaligen Gasthofs „ Eiserne Hand“. Dieser liegt in Hohenahr-Erda im Landkreisdreieck Marburg-Biedenkopf, Gießen, und Lahn-Dill.

Ein weiteres Projekt dort ist die Installationsplanung eines Energiecontainers unter dem Arbeitstitel „Gespeicherter Strom aus Wind zur Eigenversorgung einer Nachbarschaft“.

Das Knowhow der Interessengemeinschaft kann jeder nutzen, der zusammen mit der Landhüter Wohnungs- und Landbaugenossenschaft in Bezug auf Erneuerbare Energien wirken möchte sowie Mitglieder der Genossenschaft, die in ihren Gebäuden wohnen und auf den Ländereien arbeiten.

nIdeenwettbewerb Permakultur: Die Landhüter IG Erneuerbare Energien und die Wohnungs- und Landbaugenossenschaft eG schreiben einen Ideenwettbewerb aus. Die Teilnehmer sollen eine oder mehrere Ideen unter folgender Fragestellung einreichen: “Wie kann im Betrieb und in der Bewirtschaftung eines Wohnortes über die Installation oder Einrichtung von Elementen mit mehreren ökologischen und/oder ökonomischen Funktionen Nachhaltigkeit erreicht werden?

Weitere Informationen im Internet unter www.ideen.landhueter.de

von Martina Becker

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