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Südkreis Mehr Sicherheit für Fußgänger an der K 59
Landkreis Südkreis Mehr Sicherheit für Fußgänger an der K 59
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15:00 12.06.2021
Derzeit gibt es auf der K-59-Brücke über die Bahnstrecke Frankfurt – Kassel keinen separaten Fußweg. Das soll sich durch Umbau- und Erneuerungsarbeiten auf der Brücke ändern.
Derzeit gibt es auf der K-59-Brücke über die Bahnstrecke Frankfurt – Kassel keinen separaten Fußweg. Das soll sich durch Umbau- und Erneuerungsarbeiten auf der Brücke ändern. Quelle: Götz Schaub
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Niederwalgern

Der zehn Kilometer lange Naturerlebnispfad rund um und quer durch Niederwalgern besticht durch einige Sehenswürdigkeiten und ist dazu mit einigen attraktiven und informativen Schautafeln und natürlich auch Ruhebänken ausgestattet. Vom Tretbecken, über den naturwissenschaftlichen Spielplatz bis hin zum Funpark und der Vogelbeobachtungsstation bietet der Pfad auch variantenreiche aktive Beschäftigung für einen schönen Tagesausflug. Zum Pfad gibt es auch einen Flyer, den man sich im Internet bequem von der Homepage www.niederwalgern-unser-dorf.de herunterladen kann.

Wer mit dem Auto anreist, findet an verschiedenen Stellen eingetragene Parkplätze, wer mit der Bahn kommt, stößt nach 250 Metern auf den Pfad und kann ihn dann rechts- wie linksrum erkunden.

Einziges Manko des Pfades ist die Tatsache, dass die Vogelbeobachtungsstation und die Martinsweiher nur über die Kreisstraße 59 zu erreichen sind. Das ist nun kein Riesenstress, weil sich der Verkehr auf der Kreisstraße in Grenzen hält, doch gerade auf der Brücke, die über die Bahnstrecke Frankfurt – Kassel führt, fühlen sich Fußgänger nicht ganz so wohl, weil sie dort, wenn sich Fahrzeuge nähern, eben nicht einfach mal schnell auf einen sicheren Grünstreifen ausweichen können.

Der Wunsch nach einem Fußgängerweg auf der Brücke wurde deshalb schon vielfach geäußert. Und nun wird es tatsächlich absehbar, dass dort einer entsteht.

Für den Bau des Fußweges über die Brücke wird die Kreisstraße 59 zwischen den Weimarer Ortsteilen Niederwalgern und Roth im Bereich der Bahnbrücke Niederwalgern von Montag, 14. Juni, bis Samstag, 26. Juni, voll gesperrt werden, kündigen der Landkreis Marburg-Biedenkopf, HessenMobil und die Gemeinde Weimar an.

Der Landkreis beteiligt sich an den Kosten mit 12 000 Euro für Schutzeinrichtungen und 17 000 Euro für den Erdbau. Der Fußweg über die Brücke wird dann auch Teil des geplanten Fußweges „landwirtschaftlicher Lehrpfad“ sein, der seinen Ausgangspunkt an der Zeiteninsel haben wird und die Martinsweiher als Zwischenstation berücksichtigt, ergänzt Kreissprecher Stephan Schienbein.

Wird für den Fußweg etwa die Brücke verbreitert? Nein, das nicht. Doch der Fußweg wird durch eine Umgestaltung beziehungsweise Erneuerung der auf beiden Seiten vorhandenen Schutzplanken auf der Brücke „herausgeholt“.

Die neuen Schutzplanken werden so gesetzt, dass ein alle Vorschriften erfüllender abgesetzter Fußweg neben der Straße entstehen kann. Nach Abschluss der Arbeiten auf der Brücke sorgt die Gemeinde Weimar durch ihren Bauhof noch für einen sicheren Abschluss auf Hangseite durch ein Geländer mit Handlauf. Der Bahnverkehr wird von den Arbeiten auf der Brücke nicht tangiert.

Die Umleitung des Verkehrs erfolgt in beiden Richtungen über Weimar-Wenkbach über die Landestraße 3093 und die Kreisstraße 60. „Von Weimar-Roth kommend werden die landwirtschaftlichen Flächen und sonstigen Grundstücke uneingeschränkt erreichbar bleiben“, sagt Uwe Hahn vom Ordnungsamt der Gemeinde Weimar.

Wenn alles nach Plan und besser läuft und das Wetter mitspielt, könnte die Sperrung auch zwei, drei Tage früher aufgehoben werden. Das werde sich dann ergeben. Angedacht sind erst einmal zwei Wochen.

Von Götz Schaub

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