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Südkreis Lokführer mit Laserpointer geblendet
Landkreis Südkreis Lokführer mit Laserpointer geblendet
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14:50 08.10.2019
Regionalexpress in der Ortsdurchfahrt Fronhausen. Am Montag wurde der Lokführer eines solchen Zuges mit einem Laserpointer geblendet. Quelle: Thorsten Richter
Fronhausen

Der Lokführer blieb nach Angaben der Pressestelle der Bundespolizei unverletzt. Der örtliche Fahrdienstleiter habe direkt die Bundespolizei alarmiert. Eine sofortige Nachbereichsfahndung brachte allerdings keine Hinweise auf die Täter.

Die Bundespolizeiinspektion Kassel leitete ein Strafverfahren wegen des Verdachts des Gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr sowie der Gefährlichen Körperverletzung ein.

Wer Hinweise oder Beobachtungen zur Tat am Montag (7. Oktober) gegen 19.55 Uhr gemacht hat, wird gebeten, die Bundespolizei unter Telefon 0561/81616-0 oder unter der bundesweit einheitlichen Telefonnummer 0800 6 888 000 oder über die Internetseite www.bundespolizei.de zu verständigen.

Hinweis der Bundespolizei

Eine Attacke mit einem Laserpointer ist kein Kavaliersdelikt, sondern kann schwerwiegende Folgen haben. Darauf weist die Bundespolizei hin. Bei dem Auftreffen eines Laserstrahls auf das menschliche Auge kommt es immer zu einer verminderten Reaktionsfähigkeit sowie zu einer vorübergehenden Einschränkung des Sehvermögens.

Ab einer bestimmten Laserklasse kann das menschliche Auge nicht einmal mehr durch Lidschluss geschützt werden. In allen Fällen kann es zu einer dauerhaften Schädigung der Augen kommen.

Die Bundespolizei ermittelt in jedem Fall des Blendens mittels Laserpointer oder vergleichbaren Tatmitteln wegen des Verdachts eines "Gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr" (§ 315 StGB) und "Gefährlicher Körperverletzung" (§224 StGB).

Bei beiden Delikten sieht das Gesetz eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten, im Höchstfall sogar zehn Jahren vor. Wenn durch die Tat eine schwere Gesundheitsschädigung eines anderen Menschen oder eine Gesundheitsschädigung einer großen Zahl von Menschen verursacht wird, handelt es sich sogar um einen Verbrechenstatbestand, bei der die Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr beträgt.