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Südkreis Es geht um Wohnen, Wirtschaft und Wohlfühlen
Landkreis Südkreis Es geht um Wohnen, Wirtschaft und Wohlfühlen
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17:58 23.08.2021
Das vorläufige Fördergebiet im Ortskern Fronhausen für das Förderprogramm „Lebendige Zentren“.
Das vorläufige Fördergebiet im Ortskern Fronhausen für das Förderprogramm „Lebendige Zentren“. Quelle: Quelle: DSK Stadtentwicklung
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Fronhausen

Die Ideensammlung für das Städtebauförderprogramm „Lebendige Zentren“ in Fronhausen läuft weiter auf Hochtouren, das neue Fördergebiet im Ortskern wurde vom Parlament beschlossen, nun startet eine Umfrage für Kinder und Jugendliche.

Im Jahr 2020 wurde Fronhausen in das Städtebauförderprogramm „Lebendige Zentren“ aufgenommen, das die Gemeinde und Bürger über einen zehnjährigen Förderzeitraum bei verschiedenen Maßnahmen im Rahmen der nachhaltigen Innenstadtentwicklung unterstützt. Gefördert werden zum Beispiel bauliche Veränderungen zur barrierefreien Entwicklung von bestehendem Wohnraum oder der Umbau von gewerblichen Leerständen zu Wohnzwecken. Energieeffizienz und Klimaschutz, kurze Wege, Grünflächen, Angebotsvielfalt und Ähnliches spielen dabei eine große Rolle, als Standortfaktor im Sinne eines gesunden Stadtklimas. Im Grunde ein Förder-Mix aus Wohnen, Wirtschaft und Wohlfühlen.

Die geplanten Projekte aus Fronhausen werden im Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) festgehalten, praktisch der lokale Fahrplan für das Programm: Wie Bürgermeisterin Claudia Schnabel während der letzten Parlamentssitzung mitteilte, komme die Aufstellung gut voran. Einen Ortsrundgang und einen Workshop gab es bereits, das vorläufige Fördergebiet im Kernort wurde zudem ein Stück weit verändert und vom Parlament beschlossen. Dieses ist rund 55 Hektar groß und umfasst wesentliche Bereiche des Kernorts Fronhausen, den Ortskern mit historischen und zum Teil denkmalgeschützten Gebäuden, ebenso den Bereich am Bahnhof westlich der Gleise, das Sportzentrum im Südwesten und gewerblich genutzte, brachliegende und ungenutzte Flächen.

Umfrage unter Kindern und Jugendlichen gestartet

Laut Schnabel sei man bei der Bürgerbeteiligung für das Projekt auf der „Zielgeraden“, der Vorlagetermin beim Land steht nun auch fest – bis zum 15. November muss der Plan vorliegen. Die bis August durchgeführte Befragung unter den Bürgern ist abgelaufen, nun startet eine weitere, speziell auf die Jugend ausgerichtete Umfrage: Die Gemeinde wolle die Meinung von Kindern und Jugendlichen zu ihrem Wohnort erfahren und hat dazu einen Fragebogen erstellt, der auf der Webseite des Projekts zu finden ist. Es geht um Fragen, wie es der Jugend in Fronhausen gefällt, was ihnen fehlt und welche Vorschläge und Ideen sie für die Zukunft haben.

Voraussichtlich am 8. September wird sich außerdem die sogenannte Lokale Partnerschaft konstituieren. Diese Gruppe wird sich aus Vertretern der Gemeinde, Institutionen und Bürgern aus dem politischen, kulturellen oder zivilgesellschaftlichen Bereich zusammensetzen und die Umsetzung des Projekt-Fahrplans begleiten.

Darüber hinaus soll es am 21. September um 19 Uhr eine öffentliche Projektwerkstatt im Bürgerhaus Fronhausen geben, in der die avisierten Einzelmaßnahmen für den Ortskern gemeinsam erörtert werden sollen.

„Wir wollen möglichst viele Bürger mit einbeziehen, ich kann nur jeden anregen, sich daran zu beteiligen“, betonte Schnabel. Im November muss der Entwurf in Wiesbaden vorliegen. Über diesen werden die Gemeindegremien dann im nächsten Frühjahr noch einmal abstimmen.

Weitere Informationen zum Förderprogramm, den Fronhäuser Plänen und der Umfrage sind unter www.lebendiges-fronhausen.de zu finden.

Von Ina Tannert

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