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10:00 20.07.2022
Abkühlung gegen die Hitze: Vater Lukas mit Tochter Luisa und Mutter Jessica mit ihrer Tochter Lea Marie haben Spaß im Aquapark am Grundbad in Heskem.
Abkühlung gegen die Hitze: Vater Lukas mit Tochter Luisa und Mutter Jessica mit ihrer Tochter Lea Marie haben Spaß im Aquapark am Grundbad in Heskem. Quelle: Ina Tannert
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Dreihausen

Nie im Leben. Frei für alle? – Doch und tatsächlich in diesem Leben und ja, frei für alle. Das Parlament Ebsdorfergrund beschloss in seiner Sitzung am Montagabend im Bürgerzentrum Dreihausen einstimmig, in der Zeit vom 25. Juli bis einschließlich 4. September für alle Besucherinnen und Besucher des GrundBades inklusive Aquaparks den Eintritt frei zu machen. Das bedeutet, freien Eintritt während der Sommerferien. Einfach hingehen und Spaß haben.

Die ganze Idee wurde aus einem Antrag der ÜBE/FWG entwickelt, die zunächst vorschlugen, für Kinder bis 14 Jahren und für Jugendliche bis 17 Jahren ab einer noch zu bestimmenden Zeit keinen Eintritt zu verlangen. Damit sollte der Schwimmsport gefördert werden. Marcell Büttner, Vorsitzender der Fraktion der Überparteilichen Bürgervereinigung, meinte, dass Anreize geschaffen werden müssten, junge Menschen ins Schwimmbad zu bekommen. Es sei erschreckend, dass aktuell mehr als die Hälfte aller Zehnjährigen in Deutschland nicht schwimmen kann.

Jeder darf das Angebot nutzen

In Anbetracht der Millionenprojekte sei es kleines Geld. Es gehe darum, etwa auf 25 000 Euro zu verzichten, die die Gemeinde dann finanzieren müsse. „So viel müssen uns doch unsere Kinder und Jugendlichen wert sein“, so Büttner. Die SPD und Bündnis 90/Die Grünen nahmen den Gedanken auf und brachten begründet von den beiden Fraktionsvorsitzenden Maximilian Kühn (SPD) und Werner Meyer (Bündnis 90/Die Grünen) ihrerseits einen erst am Tag der Sitzung geschriebenen Antrag ein, mit dem Ziel, während der Sommerferien generell auf Eintrittsgeld zu verzichten. Dabei spielt es keine Rolle, ob Kind, Jugendlicher oder Erwachsener, ob aus der Gemeinde oder anderen Kommunen. Jeder darf das Angebot nutzen. Damit konnten sich auch die ÜBE/FWG-Vertreter sowie die CDU, wie Christdemokrat Peter Alof kurz ausführte, schnell und gerne anfreunden.

Dann wurde noch etwas beschlossen, wobei es da etwas länger dauerte, bis man einen gängigen Weg gefunden hatte: SPD und Grüne schlugen vor, ab 25. Juli bis einschließlich 1. August 2023 – also wirklich 2023 – allen den Eintritt zu erlassen, die an einem Schwimmkurs teilnehmen, egal ob Kinder, Erwachsene oder als Betreuungsperson beim Babyschwimmen.

Die CDU hätte dies gerne zu einer Dauereinrichtung werden lassen und wollte 2023 mit 2099 tauschen. Doch am Ende blieb es bei 2023. Dieser Beschluss wurde mehrheitlich positiv verabschiedet, auch mit Ja-Stimmen aus der Opposition bei vier Nein-Stimmen und einer Enthaltung.

Von Götz Schaub