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Südkreis Fronhausen beschließt Haushalt 2021
Landkreis Südkreis Fronhausen beschließt Haushalt 2021
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14:00 08.02.2021
Einstimmig verabschiedete die Gemeindevertretung Fronhausen den Haushalt 2021.
Einstimmig verabschiedete die Gemeindevertretung Fronhausen den Haushalt 2021. Quelle: Ina Tannert
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Fronhausen

In großer Eintracht, ohne Debatte und bei nur drei Änderungsanträgen hat die Gemeindevertretung am Donnerstagabend den Haushalt 2021 einstimmig beschlossen. Damit nahmen die 19 anwesenden Parlamentarier das Defizit von knapp 600.000 Euro im Ergebnishaushalt samt Haushaltssicherungskonzept in Kauf und machten den Weg frei zur Aufnahme neuer Kredite in Höhe von rund 2 Millionen Euro, etwa für Investitionen in die Feuerwehr.

Eine Verschiebung von weiteren Ausgaben entstehen durch die ebenfalls einstimmig beschlossenen Änderungen: Eine außerplanmäßige Ausgabe von 255.000 Euro kommt hinzu, um weiter am Förderprogramm „Lebendige Zentren“ des Landes teilhaben zu können. Der dazugehörige Bescheid kam schneller als erwartet und stand zum Zeitpunkt der Haushaltsaufstellung noch nicht fest.

Um von der Förderung zu profitieren, muss die Gemeinde auch eigenes Geld in die Hand nehmen. Kompensiert wird das durch Einsparungen bei der Bachsanierung an der Gossestraße, die nach einer positiv ausgefallenen Ausschreibung weniger kostet als gedacht, wie Bürgermeisterin Claudia Schnabel berichtete.

10.000 Euro fallen wiederum für Ersatzmobiliar für das Bauhofgebäude an, das am Montag vergangener Woche durch einen Brand beschädigt wurde. Auf Antrag der Initiative Fronhausen werden zudem die Vereinszuschüsse von 5.000 auf 9.000 Euro angehoben. Als Ausgleich sinken die Investitionen in neue „Tempoinfogeräte“ zur Geschwindigkeitsreduzierung um die veranschlagten 4.000 Euro.

„Wir kriegen das wieder hin“

Mit der Umsetzung der Haushaltsplanung zufrieden zeigten sich alle drei Fraktionen, die mit Blick auf die finanziellen Auswirkungen der Pandemie trotz eines großen Minus schon früh Zustimmung zum Haushalt äußerten. An dem gebe es „nicht viel auszusetzen“, gerade weil zwar die Gemeindekasse dünn ist, dennoch wichtige Investitionen anstehen und sich im Haushalt wiederfinden, sagte Günter Majewski von der SPD.

Dabei mache nicht nur Corona derzeit eine gewisse Toleranz beim Haushalt zwangsläufig notwendig, sondern auch eine Zeit, in der Gemeinden „immer weniger Gestaltungsspielraum haben“, merkte Martin Schnabel von der CDU kritisch an. Steigende Kosten bei schwankenden Einnahmen bewirken wachsende strukturelle Probleme, die immer schwerer abzufedern seien.

Ein Auf und Ab der Finanzen durch schwankende Gewerbesteuern kennen die Fronhäuser indes bereits aus der Vergangenheit, „wir kriegen das wieder hin, die Unternehmen stehen gut da“, ergänzte Martin Wenz von der Initiative Fonhausen (IF). Bis auf diesen hätten alle Haushalte seit der letzten Wahl positiv abgeschnitten.

Von Ina Tannert