Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Südkreis Fronhäuser Projekte kommen voran
Landkreis Südkreis Fronhäuser Projekte kommen voran
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:00 28.12.2021
Die neu gewählte Bürgermeisterin Claudia Schnabel wurde im Parlament offiziell vom Vorsitzenden der Gemeindevertretung Michael Heimann (links) im Beisein des Ersten Beigeordneten Walter Horn per Handschlag im Amt ernannt.
Die neu gewählte Bürgermeisterin Claudia Schnabel wurde im Parlament offiziell vom Vorsitzenden der Gemeindevertretung Michael Heimann (links) im Beisein des Ersten Beigeordneten Walter Horn per Handschlag im Amt ernannt. Quelle: Foto: Ina Tannert
Anzeige
Fronhausen

Es läuft relativ rund in der Gemeinde Fronhausen – nachdem im Parlament kürzlich der üppige Haushalt für das neue Jahr reibungslos über die Bühne ging, gab es während der Sitzung auch für andere Baustellen positives zu berichten. Darunter der Zwischenstand für das Programm „Lebendige Zentren“ für den Kernort Fronhausen, in den in den nächsten Jahren alleine an Fördergeldern elf Millionen Euro fließen werden. Wie Bürgermeisterin Claudia Schnabel berichtet, wurden für das Förderprogramm zahlreiche Projekte von den Bürgern eingebracht – mit einem Gesamtvolumen von über 16 Millionen Euro. Der Entwurf für das Programm liegt nun bei der Förderstelle, der Beschluss des Parlaments wird im März kommenden Jahres auf der Agenda stehen. Für dieses Jahr gab es kurz vor Beginn der Weihnachtszeit Ende November den ersten Zuwendungsbescheid in Höhe von rund 1,9 Millionen Euro, der unter anderem für den ersten Bauabschnitt des neuen Kindergartens gedacht ist.

Auch andere Großprojekte der Gemeinde gehen ihren Weg, darunter der Bau des Schutzbereichs Ost. Die Bodenplatte ist fertiggestellt, gerade wurden die Stützenbauteile für die Fahrzeughalle gegossen. Die technische Bauvorbereitung sei weitestgehend abgeschlossen, man liege derzeit um etwa zwei Wochen hinter dem Bauzeitenplan, was laut Baufirma problemlos wieder aufgeholt werden könne, so Schnabel. Über den Jahreswechsel ruht die Baustelle, dort geht es dann in der zweiten oder dritten Januarwoche weiter.

Ein pünktlicher Baufortschritt und vor allem Bau-Ende freut vor allem die Wehren aus Hassenhausen, Bellnhausen und Sichertshausen, die dort ein neues Feuerwehr-Heim finden – nach bisherigem Stand ab November 2022.

Feuerwehrbedarfsplan

in der Umsetzung

Die Gemeindefeuerwehr spürt dabei weiterhin den jahrelang angehäuften Investitionsstau, der nach und nach abgetragen werden soll. Das zeigt der Bedarfsplan der Feuerwehr, zu dem Gemeindebrandinspektor Eric Schnabel in seinem Jahresbericht einen Zwischenstand gab. Einige der darin beschlossenen Schwerpunkte sind mittlerweile angegangen worden – etwa wurde ein Fitnessraum eingerichtet und die Anschaffung neuer Fahrzeuge auf den Weg gebracht. Ebenso die Aufstellung einer Tagesfeuerwehr: Dieses sei „sehr gut angelaufen, wir konnten zehn Einsatzkräfte dafür gewinnen“. Das allerdings bisher ausschließlich bei der Firma Optik Schneider, eine aktive Umsetzung des Projekts von anderen Firmen blieb bislang aus.

Andere Schwerpunkte warten noch in der Schublade auf Umsetzung: Etwa Anstrengungen zur Gewinnung von Mitgliedern und Führungskräften oder der langfristigen Bindung von Personal der Wehren. Hier wären etwa Bonussysteme für langjährige Einsatzkräfte denkbar, um für den Einzelnen Vorteile für einen langen Einsatzdienst zu schaffen, so der Gemeindebrandinspektor.

Die ehrenamtliche Gemeindefeuerwehr hat aktuell 179 Mitglieder, 101 Kräfte stehen für den Einsatzdienst bereit. 25 Jugendliche sind in den Jugendfeuerwehren aktiv. Insgesamt rückten die Einsatzkräfte zu 18 Bränden aus, etwa im Bauhof und in einem Wohnhaus Am Scheid, bei dem sich das Feuer sehr stark ausbreitete und das nach dem Feuer abgerissen werden musste. Hinzu kommen unter anderem 18 Brandsicherheitsdienste sowie 41 Hilfeleistungen, die die Wehren beschäftigten, darunter Einsätze bei Verkehrsunfällen oder das Beseitigen von Sturmschäden.

Während der Sitzung der Gemeindevertretung wurde dann noch eine Personalie formal festgezurrt – die für weitere sechs Jahre gewählte Bürgermeisterin nahm die neue Ernennungsurkunde entgegen und legte den Amtseid ab. Damit schwört Schnabel, ihre Pflichten nach Bundes- und Landesrecht und stets nach bestem Gewissen und gewissenhaft auszuführen. Mit dem traditionellen Handschlag wurde sie vom Vorsitzenden Michael Heimann offiziell ein weiteres Mal ins Amt eingeführt.

Von Ina Tannert